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    <title>Aus den Erzählungen von Benjamin Büchernase · online-resources.de</title>
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    <description>Meine kleine Sammlung von Allem...</description>
    <language>de</language>
    <copyright>© 2023–2026 online-resources.de</copyright>
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      <title>Das Loch</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-12-27-das_loch/</link>
      <pubDate>Fri, 27 Dec 2024 15:40:07 +0100</pubDate>
      <author>hnsstrk</author>
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      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-21---aus-den-erzaehlungen-von-benjamin-buechernase&#34;&gt;DSK Session 21 - Aus den Erzaehlungen von Benjamin Buechernase&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;So waren wir nun im Prem gestrandet. Eine Stadt, die angeblich für ihr Feuer berühmt ist. Gerne hätte ich mich an einem solchen Feuer gewärmt, aber wir fanden nur einen kalten Hafen mit einem Haufen betrunkener Zweibeiner vor, die Geschichten erzählten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Geschichte von angeblich intelligenten Katzen, die außerhalb der Stadt wohnten, interessierte uns sehr. Das heißt eher die anderen, mir war nicht wohl bei der Sache, ich hatte hinreichend Aufregung in den vergangenen Tagen und hätte lieber dieses Feuer gesucht. Allerdings konnte ich die anderen nicht alleine lassen. Schließlich musste jemand auf sie aufpassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir schlichen uns also durch den Wald und kamen bei einer seltsamen Grubenanlage an. Die Katzen, die hier lebten, suchten irgendwas. Als sie unseren Begleiter Arturo entdeckten, drehten sie jedoch ein wenig durch. Sie hielten ihn für eine Art Gesandten, Heiligen oder Erlöser. Er wäre der, auf den sie warten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da unser Begleiter ein wenig schüchtern schien, übernahmen wir die Verantwortung, mit den verrückten Katzen zu verhandeln. So konnten wir leicht eine angemessene Unterkunft für die Nacht und ein gutes Essen aushandeln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am nächsten Tag führten uns die verrückten Katzen in die Grube, an der sie schon seit Jahren herumbuddelten. Zu unserer Überraschung fanden wir dort eine Art Schrein und jede Menge Abbilder von Arturo.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Während wir uns noch umschauten, musste unserem Begleiter die Sache wohl ein wenig zu Kopf gestiegen sein, denn er wollte uns von den Wachen, die das Heiligtum bewachten, auf uns hetzen. Er befahl ihnen sogar, dass sie uns umbringen sollten. Wenn man mich fragt, so hätte ich von ihm ein wenig mehr Dankbarkeit erwartet, nachdem wir alles für ihn mit diesen Verrückten geregelt hatten. Außerdem würde er ohne uns noch in irgendeinem Käfig sitzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich nahm mir vor, diese Unverschämtheit zu ahnden, sobald ich mein Fell aus dieser misslichen Lage gebracht hätte. Meinen Kameraden war wohl der gleiche Gedanke gekommen und so fingen wir alle an zu laufen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wieder an der frischen Luft mussten wir feststellen, dass die Grube von den bösen Katzen umstellt war. Daher wäre es sinnvoll gewesen, wenn wir gemeinsam einen Durchbruch freigekämpft hätten. Doch bevor ich etwas sagen konnte, rannten die anderen in alle Himmelsrichtungen davon.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir kämpften um unser Leben, und mir gelang es, Inigo und Ruben zu retten. Jack musste jedoch einiges einstecken, und was mit Ravenna war, wusste ich nicht. Wir hatten uns gut geschlagen, steckten aber noch immer in der Klemme.&lt;/p&gt;
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    </item>
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      <title>Calamari</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-10-28-calamari/</link>
      <pubDate>Mon, 28 Oct 2024 11:04:26 +0100</pubDate>
      <author>hnsstrk</author>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-10-28-calamari/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-20---aus-den-erzaehlungen-von-benjamin-buechernase&#34;&gt;DSK Session 20 - Aus den Erzaehlungen von Benjamin Buechernase&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Da standen wir nun und meine Freunde wussten nicht mehr weiter. Klar, wir wollten das Kästchen in den Käfig mit dem seltsamen Hund tun, aber wie sollte es weitergehen? Sicherlich war es sinnvoll, sich in einem der Käfige zu verstecken, und nachdem wir den Fuchs mit den riesigen Ohren befreit hatten, war auch ein passender Käfig leer. Allerdings würden eine Handvoll Katzen in einem Käfig sicherlich auffallen. Wir brauchten dringend gute Verkleidungen und gemeinsam sahen wir uns auf dem Gelände, in der Hoffnung etwas zu finden, um.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jack war der Erste, der eine – seiner Meinung nach passende – Verkleidung fand. Es handelte sich um eine Katzenmaske aus schwarzem Leder, und ich war mir sicher, dass er damit niemanden täuschen würde. Da er aber so glücklich damit aussah, wollte ich ihm nicht die Freude daran nehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Rest von uns musste sich weiter umschauen. Doch dabei sollten wir nicht allein bleiben. Der Zufall wollte es, dass die gute Ravenna ebenfalls in dieser seltsamen Menagerie zugegen war. Eigentlich wollte sie in den Wäldern nach dem Rechten schauen, aber ich glaube, dass sie nicht von mir lassen konnte. Als Zeichen der Zuneigung schenkte sie mir sogar einen Heiltrank. Die Ärmste musste es schwer erwischt haben. Bei einem so stattlichen und gepflegten Kater wie mir ist dies aber auch keine Überraschung. Ich fürchte nur, dass ich ihr eines Tages ihr kleines Herz brechen muss. Sie ist so gar nicht mein Typ.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber mit ihrer Hilfe fanden wir die Felle eines Löwons, zweier Bären und dreier dieser Füchse mit den großen Ohren. Diese nahmen wir an uns und bastelten in Windeseile ein paar brauchbare Kostüme. Als Anführer unserer kleinen Seilschaft war ich selbstverständlich der Löwon und nahm gemeinsam mit den anderen in einem Käfig mit dem passenden Hinweisschild Platz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dies passende Hinweisschild muss gesondert erwähnt werden, da nicht alle von uns in der Lage sind, die Schrift der Zweibeiner zu lesen und den Sternen sei Dank, dass ich dies vollbringen konnte. Sonst wären wir im schlimmsten Fall noch im falschen Schiff gelandet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir verbrachten einige müßige Stunden in dem Käfig, bis wir von ein paar Menschen abgeholt und in den Bauch eines ihrer Schiffe gebracht wurden. Dort trafen wir auch wieder auf den Kater mit den Pfauenfedern. Wie sich herausstellte, war sein Name Arturo und an und für sich erschien er mir höflich und gebildet zu sein. Da er mich darum bat, ihm aus dem Käfig zu helfen, kam ich seinem Wunsch gerne nach. Hinsichtlich seiner Hoffnung, das Schiff zu verlassen, sah ich jedoch schwarz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun galt es, dieses Kästchen in den Käfig mit diesem seltsamen Hund zu legen. Jack wollte sich darum kümmern, jedoch konnte ich ihm ansehen, welche Angst er hatte. Also wollte ich als Anführer meiner Pflicht nachkommen und dies selbst übernehmen. Allerdings schien der Hund gereizt auf meine dominante Ausstrahlung zu reagieren und gebar sich besonders aggressiv. Dieses Verhalten ist bei den Kötern leider nicht unüblich. So übernahm letztendlich Ravenna die Aufgabe und versteckte das Kästchen unter dem Futternapf des noch immer auf mich fixierten Monsterköters.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da unsere wichtigsten Pflichten nun erfüllt waren, warteten wir bis sich die Zweibeiner zur Ruhe betteten und sahen uns dann im Schiff um. Bedauerlicherweise gab es nichts, was wirklich interessant oder spannend war. Mir fiel jedoch auf, dass auch dieses Schiff Kanonen und Kanonenkugeln hatte. Der Anzahl nach mussten sicherlich ständig Zweibeiner von Board fliegen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als wir an Deck waren, entdeckte ich, dass Arturo auf dem Ausguck saß und missmutig in die Ferne blickte. Also winkte ich ihm aufmunternd zu. Es war nur eine bescheidene Geste meinerseits, dennoch vermochte sie den Gram des Katers zu lindern und er begab sich zurück unter Deck. Nachdem wir uns umgesehen hatten, folgten wir ihm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir hatten es uns gerade gemütlich gemacht, als das Schiff zu schwanken und zu knarzen begann. Darauf folgten schwere Erschütterungen und ein schrecklicher Lärm. Ehe wir uns versahen, durchschlugen zwei riesige violette Tentakel die Bordwand des Schiffes und zuckten im Lagerraum herum.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beherzt ergriff ich meinen geliebten Wanderstab und drosch auf eines dieser sich windenden Dinge ein. Ich konnte erkennen, dass es den Treffer spürte, doch es schien ihm nicht viel auszumachen. Auch die Schläge und Hiebe meiner Kameraden steckten die Tentakel scheinbar mühelos weg. Mir war sofort klar, dass ich für das Leben meiner Kameraden verantwortlich war, und dass wir uns zurückziehen mussten, wenn wir mit heilem Fell aus der Sache rauskommen wollten. Mein wachsamer Geist hatte am Heck des Schiffes ein kleines Beiboot registriert, welches unsere Rettung hätte sein können. Meine Freunde waren jedoch wie von Sinnen und hatten anstelle der Schlacht nur den Kampf im Kopf. Sie schlugen weiter auf die beiden Tentakel ein und als dann Jack noch von einem gepackt wurde, war klar, dass sie dringend meine Hilfe brauchten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gemeinsam gaben wir alles. Wir wischen aus, griffen an, gingen in Deckung und setzten unseren Gegnern zu. So gelang es uns, dank eines besonders waghalsigen Manövers meinerseits, Jack zu befreien. Dies ermöglichte es dem gummiartigen Ding jedoch, mich zu schnappen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir dem Tentakel aber schon so sehr zugesetzt, dass sich mich – mit ein wenig Hilfe von Inigo – seinem schlaffen Griff entwenden konnte. Nach einigen wenigen weiteren Schlägen hatten wir unsere Angreifer vertrieben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In dem Schiff sah es übel aus. Die Wände waren mit Löchern und Rissen gezeichnet, an vielen Stellen drang Wasser ein. Sicherlich würde es bald sinken, wenn wir nichts unternehmen würden. Wir begannen also die Löcher zu stopfen und zu vernageln, aber dort, wo einst der Käfig des seltsamen Hundes stand, klaffte ein besonders großes Loch und von dem aggressiven Tier und seinem Käfig war nichts mehr zu sehen. Eine kalte Faust umschloss mein Herz, in der Sekunde, in der ich sah, dass der Käfig weg war, da dies bedeuten konnte, dass das Kästchen, das uns Kater Karlo anvertraut hatte, verloren war. Panisch begannen wir alles abzusuchen und Ruben konnte es tatsächlich finden. Allem Anschein nach war es aus dem Käfig gefallen und unter etwas von dem ganzen Unrat gerutscht, der hier überall herumlag.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit großem Entsetzen musste ich jedoch feststellen, dass es beschädigt und geöffnet war, was es uns unmöglich machte, den Auftrag von Kater Karlo – das Kästchen ungeöffnet und unversehrt zu überbringen – auszuführen. Die anderen sahen jedoch eine Chance, ihre Neugierde zu stillen und entdeckten einen hübsch gefertigten metallenen Schlüssel, der, wie ich vermutete, zu einem anderen Kästchen gehören musste. Wir beschlossen, dass wir versuchen würden, wenigstens den Schlüssel zu übergeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bis dahin würden wir uns jedoch gedulden müssen. Das Schiff wurde um Hafen von Salza repariert und lag zwei Wochen im Dock.&lt;/p&gt;
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    </item>
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      <title>Seltsame Gestalten</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-09-23-seltsame_gestalten/</link>
      <pubDate>Mon, 23 Sep 2024 12:30:28 +0200</pubDate>
      <author>hnsstrk</author>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-09-23-seltsame_gestalten/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-19---aus-den-erzaehlungen-von-benjamin-buechernase&#34;&gt;DSK Session 19 - Aus den Erzaehlungen von Benjamin Buechernase&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nachdem ich die Karten studiert hatte, war mir klar, dass wir wohl nach Norden reisen mussten, um die vermissten Freunde zu finden. Es würde eine lange Reise werden und ich hatte Bedenken, was geschehen würde, wenn sich niemand um die Zweibeiner in meinem Haus kümmern würde. Ohne mich und völlig auf sich allein gestellt, wären diese hilflosen Geschöpfe aufgeschmissen. Aber ich habe mein Wort gegeben und dies bedeutete, dass ich die Bürde der Reise auf mich nehmen musste. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Selbstverständlich habe ich auch schon einen Plan ausgearbeitet, wie wir reisen würden. Einige Zweibeiner, so wusste ich, zogen regelmäßig mit ihren Wagen Richtung Norden. Wir müssten uns nur in einem davon verstecken und in aller Ruhe abwarten, bis wir angekommen wären. In den Städten hätten wir uns neu orientiert und gegebenenfalls einen anderen Wagen genommen. Dank meiner Belesenheit und Brillanz wäre es mir ein Leichtes gewesen, uns an unser Ziel zu bringen. Es könnte zwar ein wenig dauern, aber es gab keine bessere Art zu reisen. Leider wünschte mein sich Team eine schnellere Art der Fortbewegung und setzte auf eine Reise mit dem Schiff. Ich wäre ein schlechter Anführer, wenn ich nicht in erster Linie an meine Leute denken würde und so gab ich ihren Wünschen nach.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir gingen also zum Hafen, um ein Schiff zu finden, das uns zur Insel Orkin bringen würde.  Die anderen schienen aufgeregt oder gar begeistert von dem Treiben bei den Docks. Mir hingegen bereitete die Anwesenheit von derart vielen zwielichtigen Gestalten Sorgen. Aber wie der Zufall so spielt, traf ich am Hafen eine Brieffreundin und während die anderen fragwürdigen Tätigkeiten nachgingen, nutzte ich die Zeit für einen intensiven Austausch. Mit meiner Brieffreundin. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem wir uns voneinander verabschiedet hatten, sah ich, dass die anderen noch immer beschäftigt waren. Mir hingegen fiel aber auf, dass eine junge Dame eine rechtliche Beratung benötigte, und da ich selbstverständlich zu den Kavalieren zähle, nahm ich mir ausgiebig Zeit für diese Angelegenheit. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Zwischenzeit hatten sich die anderen um alles gekümmert.  Sie hatte sogar herausgefunden, dass dieser Kater Karlo der Anführer der Aranierkatzen war, und neben der Verhandlung über die Schiffsreise auch unser Eigentum zurückgefordert, das man uns so schmählich entwendet hatte. Ich war beeindruckt. Diese Selbstständigkeit meiner Leute spricht für meine überragenden Fähigkeiten als deren Anführer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bevor wir jedoch unsere Reise antreten konnten, mussten wir ein seltsames Tier finden, das ebenfalls in den Norden gebracht werden sollte. Kater Karlo wollte uns mit diesem an Bord des Schiffes schmuggeln. Von ihm wussten wir auch, dass es zurzeit eine recht merkwürdige Versammlung der Zweibeiner gab, welche eine Menge seltsamer Tiere bei sich hatte. Dies wollten wir uns einmal genauer anschauen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Versammlung, auf die uns Kater Karlo hingewiesen hatte, erkannte ich als eine Art Zirkus und darüber hatte ich schon einiges gelesen. Wir teilten uns auf und schlichen uns zwischen die Zelte und Ständer der Menschen, dürren Langohren und der dicken alten Kinder. Einige waren damit beschäftigt, Essen zuzubereiten, und es duftete vorzüglich. Es duftete leider so gut, dass Ruben seinen primitiven Instinkten nachgab und versuchte, sich ein wenig Essen zu stibitzen. Selbstverständlich wurde er bemerkt und er konnte nur knapp einem Beil ausweichen, welches ein Zweibeiner nach ihm warf, und den Sternen sei Dank, dass er mit heilem Fell davonkam. Von nun an mussten wir aber vorsichtiger sein, daher hielt ich die anderen zur Heimlichkeit und Umsicht an. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als wir uns jedoch in einem Zelt umsahen, fielen auf einmal die schweren Vorhänge an den Eingängen herunter und wir wurden von drei Kreaturen angegriffen, über die ich noch nicht einmal in Büchern gelesen habe. Ich erschlug eines dieser Monster und mein Team übernahm die restlichen beiden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hinter dem Zelt fanden wir Sakura und Alanna, wurden aber von großen schwarzen Hunden angegriffen. Wir kämpften heldenhaft, aber bedauerlicherweise erwischte eins der Biester die arme Alanna und als der Kampf gewonnen war, war leider jegliche Hilfe zu spät für sie. Auch Kieran ist es nicht gut ergangen. Wir fanden ihn zwischen Kisten und Kästen, mehr tot als lebendig. Scheinbar hatte diese verrückten Zweibeiner ihm eine Pfote abgeschnitten und diese durch die Schere eines Hummers ersetzt. Auch für ihn konnten wir im Moment nichts mehr tun, also konzentrierten wir uns auf unseren Auftrag.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als wir die Käfige mit den seltsamen Tieren fanden, war ich entsetzt. Wir sahen Wesen, die so seltsam waren, dass ich sie kaum beschreiben kann. Den Sternen sei Dank konnte ich die Schilder an den Käfigen lesen und so herausfinden, wo die Reise des bedauernswerten Geschöpfes hingehen sollte. Wir unterhielten uns mit einer Pfauenkatze und versuchten deren Käfig zu knacken, um mit ihr zu reisen.&lt;/p&gt;
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    </item>
    <item>
      <title>Vermisste Freunde</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-08-24-vermisste_freunde/</link>
      <pubDate>Sat, 24 Aug 2024 13:26:06 +0200</pubDate>
      <author>hnsstrk</author>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-08-24-vermisste_freunde/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-18---aus-den-erzaehlungen-von-benjamin-buechernase&#34;&gt;DSK Session 18 - Aus den Erzaehlungen von Benjamin Buechernase&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Es war ein schöner Tag in Havena, und ich genoss die ersten Sonnenstrahlen auf der Treppe meines beschaulichen Hauses. Es lag zentral in einer der besseren Gegenden der Stadt und war recht groß. Daher machte es mir auch nicht allzu viel aus, es mit einigen Zweibeinern zu teilen. Immerhin versorgten sie mich dafür auch mit allem, was ich im Leben brauchte. Gerade als ich dachte, dass es nicht besser sein könnte, vernahm ich ein schüchternes &amp;ldquo;Hallo&amp;rdquo;. Zugegebenermaßen etwas träge öffnete ich ein Auge und erblickte die wunderschöne Kitty Kuschelpfote aus Wolldorf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwar hatte ich die Gute eingeladen, mich in Havena zu besuchen, aber ich hätte nicht damit gerechnet, dass sie mit Gesellschaft kommen würde …&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und trotzdem, in ihrem Schlepptau erkannte ich drei Katzen, die wir während unserer Zeit in Wolldorf kennengelernt hatten. Kieran Nachtgesicht, Alanna Morgenstern und Sakura Sternwanderer standen nur wenige Schritte hinter Kitty und schauten betrübt aus der Wäsche.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;taverne&#34;&gt;Taverne&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Mein Anstand verbot es mir, die Katzen aus Wolldorf einfach so auf der Straße stehenzulassen, also ging ich mit ihnen in die Taverne unter die Riesen, wo wir auch auf Inigo, Jack und Ruben trafen. Während ich eine leckere Sahne genoss, schilderten unsere Überraschungsgäste meinen Freunden ihr Leid.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ihre Kameraden, also Gadhra vom Schwertturm, Meroth aus dem Fass und Nino Blütentasche, hatten Kieran, Alanna und Sakura das letzte Mal gesehen, als sie gemeinsam in einen Hinterhalt der Drei Krallen gerieten. Während unsere Gäste die Gefangenschaft der selbst ernannten Wächter von Wolldorf und die Verbannung auf die Möwe genossen, konnten die anderen fliehen. Nachdem die Sache mit dem verfluchten Schiff und Moloch überstanden war, haben sie sich auf die Suche gemacht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gab wohl Spuren, dass die anderen Wolldorf verlassen hatten, doch diese verliefen sich nach einer Weile. Seltsamerweise wussten weder die Drei Krallen noch Saytan Wollsammler etwas über den Verbleib der Geflüchteten. Scheinbar hatten diese ihre Sache gut gemacht. Ohne einen Anhaltspunkt konnte uns nur noch ein Wunder helfen – oder eine Weissagung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Weissagung, das könnte die Lösung sein. Ich erinnerte mich an die Geschichten über das Orakel von Havena, eine geheimnisvolle Schleiereule, die angeblich das Wissen der Welt in sich trägt und in Vergangenheit sowie Zukunft blicken kann. Diese schattenhafte Patronin der Katzen von Havena soll hoch oben in einem Turm des goldenen Hauses in den Unterfluren nisten. Man sagt, dass das Orakel nur zu wenigen Auserwählten spricht, und auch dann sind seine Worte oft kryptisch und schwer zu entschlüsseln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Weg zu ihr ist allerdings gefährlich, denn das goldene Haus ist der Stammsitz der goldenen Horde, einer Gruppe von arroganten, verwöhnten Aranierkatzen. Diese fettleibigen Rotfelle genießen die Verehrung der praiosgläubigen Menschen, die sie füttern und pflegen. Trotz der Gefahr, die von diesen faulen, aber feigen Katzen ausgeht, beschloss ich, dass wir es wagen sollten, das Orakel aufzusuchen. Vielleicht konnte uns seine Weissagung den entscheidenden Hinweis auf den Verbleib der Vermissten geben.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;orakel&#34;&gt;Orakel&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Wir machten uns also mit Kieran, Alanna und Sakura auf den Weg und wie vermutet saßen die Aranier auf dem Platz vor dem Goldenen Haus. Allerdings muss ich gestehen, dass die Gerüchte über deren Fettleibigkeit doch etwas übertrieben waren. Im Gegenteil. Mir fielen einige wohlproportionierte Kätzchen auf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als verantwortungsvoller Anführer war es eine Selbstverständlichkeit für mich, für ausreichend Ablenkung zu sorgen. Daher machte ich einigen der Katzen schöne Augen und ließ meinen Charme spielen. Spielend gelang es mir, die Damen um den Finger zu wickeln. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich, auch wenn es für einen guten Zweck war, meine Gabe der Verführung ausgenutzt habe, um die Aranierkatzen und -kater dazu zu bringen, sich mit mir an einen ruhigeren Ort zurückzuziehen. Allem Anschein nach habe ich es aber ein wenig übertrieben, denn auch Inigo und Ruben schlossen sich der liebestollen Meute an. Lediglich Jack blieb ungerührt, aber er hatte da ja auch einen gewissen Vorteil … oder Nachteil. Das kommt wohl ganz auf die Perspektive an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir verbrachten eine schöne Zeit, doch leider mit einem bitteren Nachgeschmack. Diese unverschämte Araniererin hat mir doch tatsächlich mein wunderschönes Medaillon und ein Stück der alten Tempelkarte gestohlen. Inigo hat es noch viel schlimmer erwischt. Dem Armen fehlten am Ende seine Rüstung und ein Schwert und ich wundere mich noch heute, wie er so unaufmerksam sein konnte. Der kleine dicke Ruben hingegen hat rechtzeitig bemerkt, was vor sich ging, hat aber, anstatt uns zu warnen, eine philosophische Diskussion über Richtig und Falsch mit der Katze geführt, die ihn ausnehmen wollte. Am Ende wollte er dem frechen Ding noch aus der Patsche helfen. Na ja, wenigstens hat er das Herz am rechten Fleck.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach diesem unrühmlichen Vorfall berappelten wir uns wieder und beschlossen zum Orakel zu gehen. Da sich die Aranier aus dem Staub gemacht hatten, war der Weg frei und nichts hielt uns mehr auf. Sogar Jack, der sich ein wenig umgesehen hatte, stieß wieder zu uns.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir schlichen also durch das Goldene Haus, vorbei an vielen Statuen der Zweibeiner, bis zum Turm hinauf, wo wir an einem Fenster das Orakel fanden, das den leuchtenden Mond beobachtete. Ein Umstand, der meinem umfänglichen Wissen nach für Schleiereulen nicht unüblich ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für Orakel hingegen ist es unüblich, eine Bezahlung zu verlangen, aber Spenden und Opfergaben sind wohl obligatorisch. Hier macht Ruben alle Versäumnisse dieses Abends wieder gut, indem er dem Orakel das &amp;ldquo;Maus auf Toast Sandwich&amp;rdquo; gab, das er wohlweislich von der Taverne mitgebracht hatte. Scheinbar hatte das Orakel auch wirklich genug von all den weißen Mäusen, die ihr üblicherweise angeboten wurden, und so schlang sie das Essen gierig herunter und belohnte uns mit einer Weissagung.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Im Schoße des weiblichen Orks wird aus den Samtpfoten ein Werkzeug des menschlichen Tiers.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Ich tat mein Bestes, um aus diesem Rätsel schlau zu werden und bat sogar das Orakel um Hilfe, doch leider konnte sie uns nichts Weiteres sagen. Allerdings schlug sie vor, dass wir uns mal in der Bibliothek umschauen sollten. Dieser Vorschlag war so gut, der hätte glatt von mir sein können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir zogen also von dannen und verließen das Goldene Haus. Zu unserem Entsetzen lag auf dem Platz, auf dem sich zu Beginn des Abends noch die Aranierkatzen getummelt haben, nun eine tote Katze. Eine tote Katze, die Jack wohl den Weg zum Orakel gezeigt hatte. Sie lag da, mitten auf dem Platz, gespickt mit Glassplittern. Das, obwohl nirgends ein zerbrochenes Fenster zu sehen war. Bei genauerem Hinsehen erkannten wir, dass die Katze mit einer Glasscherbe erstochen wurde. Scheinbar sollte die Weissagung des Orakels nicht das einzige Rätsel an diesem Abend bleiben. Aber wir mussten weiter. Die Bücher warteten.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;bibliothek&#34;&gt;Bibliothek&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Die Bibliothek, ein Ort des Geistes und des Verstandes, mein zweites Zuhause. Aber scheinbar auch das Zuhause von zwei Kötern, die eifersüchtig den Eingang bewachten, was uns ein angemessenes Passieren des vorgesehenen Zugangs unmöglich machte. Wir sahen uns also gezwungen, einen anderen Weg in das Gebäude zu finden und prinzipiell wäre es auch kein Problem gewesen, dass ich über das Dach geklettert wäre. Allerdings hatten wir ja noch Kieran, Alanna und Sakura im Schlepptau und die sahen arg mitgenommen aus. Daher unternahm ich zusammen mit Ruben einen sehr halbherzigen Versuch, ein wenig zu klettern und ließ es dann bleiben. So konnten die anderen ihr Gesicht wahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dennoch mussten wir irgendwie in die Bibliothek und Jack hatte die passende Idee. Er zögerte nicht lange und gab Inigo seine schwere Rüstung und sein Schild. Während wir uns versteckten, lenkte er die Aufmerksamkeit der Hunde auf sich und flitzte blitzschnell um eine Ecke, vorbei an noch mehr Hunden. Auch diese rannten ihm nach, sodass nun eine ganze Meute hinter ihm her war. Ich bekam noch mit, dass er sich zwar auf einen Baum retten konnte, aber einiges einstecken musste.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir hingegen schlichen uns in die Bibliothek, die selbst zu dieser späten Stunde noch von Zweibeinern besucht war. Mutig ging ich voran und entdeckte schon bei den ersten Regalen Zweibeiner-Welpen. Damit ich die Bücher inspizieren konnte, bat ich Alanna und Ruben, diese für mich abzulenken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Vorgehen war klar, wir mussten uns unserer Kleidung entledigen, um wie normale Katzen zu wirken. Dann einfach nur zu den Menschen gehen und sich auf dem Rücken rollen. Das klappt fast immer, was Alanna und Ruben eindrucksvoll unter Beweis stellten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich hingegen widmete mich dem wichtigen Teil und nahm das Büchersortiment in Augenschein: Reihe um Reihe, Regal für Regal. Leider fand ich nichts, was uns einen Hinweis liefern konnte. Mir war klar, dass wir uns auch in den anderen Teilen des Hauses umschauen mussten, daher bat ich die anderen beiden, mit dem Spielen aufzuhören und mir zu folgen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In einem Raum mit Treppen zum Keller und zum Obergeschoss schliefen zwei Dachse. Hätte nicht auch ein Kater ruhig und friedlich in einer Ecke des Raumes gesessen, wäre das ein Anlass zur Sorge gewesen. So hingegen blieb ich cool und ließ mich auf ein leises Gespräch mit dem Herren ein. Wie sich herausstellte, verkaufe er Karten von Aventurien und um ihn gewogen zu stimmen, kauften Ruben und ich einige seiner Stücke.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Daraufhin erzählte er uns freudig von einem geheimnisvollen Buch im Keller des Anwesens. Ich war zwar nicht sicher, was wir in Anbetracht eines geheimnisvollen Orakelspruches auch noch mit einem geheimnisvollen Buch anfangen sollten, aber sicherlich war es besser, einmal nachzuschauen. Allerdings warnte uns der Kater mit den Karten vor dem Keller.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;keller&#34;&gt;Keller&lt;/h3&gt;
&lt;figure class=&#34;article-figure&#34;&gt;
  &lt;img src=&#34;gargoyle.webp&#34; alt=&#34;Wasserspeier&#34; loading=&#34;lazy&#34; /&gt;
  &lt;figcaption&gt;Steinstatue im Bibliothekskeller&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;&lt;p&gt;Aus vielen meiner Bücher weiß ich, dass in Kellern Ratten hausen und es Helden bedarf, die diese widerlichen Tiere erschlagen. Genau diese Aufgabe erwartete uns auch im Keller der Bibliothek. Ich machte kurzen Prozess mit den Viechern, aber meine Kameraden schlugen sich ebenfalls relativ gut. Kaum hatten wir die Ratten vertrieben, sah ich mich in dem ersten Kellerraum um. Schnell fiel mir eine alte hölzerne Standuhr auf, wie nicht so richtig in den Raum passen wollte und Ruben sah sich das Ding einmal genauer an. In der Uhr entdeckte er einen versteckten Heiltrank, den wir noch gut gebrauchen konnten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am anderen Ende des Raumes fanden wir eine schwere Tür, die in einen weiteren Raum führte, der seltsamer nicht sein konnte. In der Mitte des Raumes war eine Art Metallgitter oder -geflecht in den Boden eingelassen, in dessen Zentrum ein Bücherpult stand. An den vier Ecken des Metallgitters standen Steinstatuen in Form von Gargoyles. Außerdem stand auch in diesem Raum eine Uhr, dessen Heiltrank ich mir sicherte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gemeinsam standen wir vor dem Metallgitter und überlegten, was zu tun sein. Vorsichtig setzte ich eine Pfote auf das Metall und sofort ertönte ein Klappern und Scheppern. Fieberhaft überlegte ich, welch ein Geheimnis hinter all dem stecken könnte. Schnell wurde mir klar, dass dies nicht der Moment für langwierige Überlegungen war. Handeln war gefragt und das tat ich. Ich rannte so schnell ich konnte zum Zentrum des Geflechtes und schnappte mir das Buch. Grade, als ich mich umdrehte, sah ich, wie sich meine Freunde den Wasserspeiern stellten, die auf einmal zum Leben erwacht waren. Ich brachte das Buch in Sicherheit und half Inigo und Ruben im Kampf gegen die Steinmonster. Dabei mussten wir alle heftig einstecken und ich bin wirklich dankbar für die Heiltränke, die wir gefunden hatten. Die Statuen waren nahezu unbesiegbar, aber als keiner von uns mehr auf dem Metall stand, war der Spuk vorbei. Inigo hatte es übel erwischt und wir anderen hatten heftige Blessuren. Ein erster Blick in das geheimnisvolle Buch machte uns klar, dass mein Mut und die Aufopferung meiner Kameraden umsonst gewesen war. Dieses literarische Machwerk war voll von sinnlosem Gekritzel, aber zumindest war es geheimnisvoll.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Enttäuscht verließen wir den Keller wieder.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;die-suche-geht-weiter&#34;&gt;Die Suche geht weiter&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Im Raum mit dem Kartenhändler trafen wir Jack wieder, der den Hunden entkommen war. Es war ihm gelungen, sich über das Dach in das Gebäude zu schleichen, wovon er eifrig berichtete. Leider hatte ich keine Zeit, ihm hinsichtlich seiner Erzählungen die Gunst meiner Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Es galt, Hinweise auf eine Weissagung zu finden, und in dieser Bibliothek war ich in meinem Element. Ich erinnerte mich, dass es nahe dem Eingang noch eine Tür gegeben hatte, die zu einem weiteren Raum mit Büchern führen konnte und ich beschloss dies zu prüfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es dauerte nicht lange und einige der anderen folgten mir, aber ich war mit meinen Gedanken ganz bei den Büchern und bei meiner Aufgabe, einen Hinweis zu finden. Vermutlich hätten andere, weniger willensstarke Katzen, längst aufgegeben, doch ich hatte den Anspruch, meinem stolzen Namen gerecht zu werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem das ganze Erdgeschoss abgesucht war, erinnerte ich mich, dass Jack irgendetwas von Büchern im Obergeschoss gemurmelt hatte, aber auch, dass sich dort Zweibeiner herumtrieben. Und dennoch, wer nichts wagt, kann auch nichts gewinnen. Wir gingen also gemeinsam nach oben.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;obergeschoss&#34;&gt;Obergeschoss&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;In dem Raum, den wir am Ende der Treppe vorfanden, war eine Zweibeinerin an einem Herd beschäftigt. Unsere Suche sowie unser Interesse für den Küchentisch erschreckte sie jedoch sehr und so verließ sie schimpfend den Raum. Auf dem Tisch fanden wir weitere Karten, welche wir sicherheitshalber mitnehmen. Leider hatte dieser Raum nichts, was uns einen Hinweis gab, so begannen wir die anderen Räume zu durchsuchen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Raum, der an der Küche anschloss, hatte fünf Regale voll mit Büchern, aber keins davon war in irgendeiner Form hilfreich bei der Lösung unseres Rätsels. Erst im letzten Raum des Hauses, den wir erreichen konnten und als hätte das Schicksal so beabsichtigt, fand ich eine hilfreiche Karte des nordwestlichen Aventuriens. Auf dieser Karte war die Insel Orkin verzeichnet. Mir war sofort klar, dass dies eine Referenz zu &amp;ldquo;Im Schoße des weiblichen Orks&amp;rdquo; sein musste. Leider bemerkten die Zweibeiner, die sich hinter dem Regal aufgehalten hatten, dass ich die Karte genommen habe und sie begannen zu schimpfen und zu schreien. Dabei erwähnten sie jedoch auch andere erwachte Katzen. Während meine Kameraden versuchten zu fliehen, war mir sofort klar, dass wir hier nur mit einer geschickten Verhandlungsführung davonkommen würden. Wohlgemerkt, ein Sachgebiet, in dem ich durchaus brilliere. Mir gelang ein anständiger Handel, in dem ich die Bücher eintauschte, die ich auf der Möwe gefunden habe und mir war, als ob es Fügung war, dass ich sie damals mitgenommen habe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der erste Teil der Weissagung war also gelöst und die vielen Bücher über Affen und Menschenaffen geben mir auch einen klaren Hinweis auf den Teil mit dem menschlichen Tier. Es war also Zeit, wieder nach Hause zu gehen. Dummerweise hatten die Köter dieses Stadtteils nur darauf gewartet, dass wir das Gebäude verlassen. Daher mussten wir sie erst einmal ordentlich verprügeln.&lt;/p&gt;
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    </item>
    <item>
      <title>Buttercup</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-08-02-buttercup/</link>
      <pubDate>Fri, 02 Aug 2024 11:24:46 +0200</pubDate>
      <author>hnsstrk</author>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-08-02-buttercup/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-17---aus-den-erzaehlungen-von-benjamin-buechernase&#34;&gt;DSK Session 17 - Aus den Erzaehlungen von Benjamin Buechernase&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;teppich&#34;&gt;Teppich&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Ach, wie herrlich war doch der Moment der Ruhe und Freundschaft, als wir uns in diesem prächtigen Raum befanden und der Musik lauschten. Der Frieden wurde jedoch jäh unterbrochen, als ein besonders großer Teppich plötzlich zu schweben begann. Aber er bewegte sich im Takt von Ravennas Melodie, die sie geschickt auf ihrem Instrument spielte. Diese ungewöhnliche Situation nutzten wir aus, um uns lautlos und vorsichtig durch den Raum zu bewegen und nach dem Schlüssel zur Treppe zu suchen. Ravenna setzte ihr Spiel unermüdlich fort, bis wir den Schlüssel gefunden hatten. Erst als sie aufhörte zu spielen, sank der Teppich wieder sanft zu Boden.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;quelle&#34;&gt;Quelle&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;In der nächsten Kammer erwartete uns ein erstaunlicher Anblick. Aus der nördlichen Wand strömte ein Wasserfall, dessen kristallklares Wasser sich in einem Bassin aus Marmor sammelte. In der Mitte des Raumes stand eine Feuerschale, welche den Raum erwärmte. Der Raum war eingehüllt von grünen Flechten und es gab blau leuchtende Pilze. An der Ostwand entdeckten wir eine schlafende Zweibeinerin. Doch auf den zweiten Blick erkannte ich, das da mit ihr etwas vermutlich nicht stimmte. Sie war keine gewöhnliche Zweibeinerin. Unter ihrem Rock wanden sich Tentakeln hervor, die uns einen Schauer über den Rücken laufen ließen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gemeinsam gelang es uns, sie zu besiegen, was uns den Besitz des nächsten Schlüssels einbrachte. Mit diesem Schlüssel stiegen wir die Treppe hinauf in den nächsten Raum.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;goldfisch-und-rätsel&#34;&gt;Goldfisch und Rätsel&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Die neue Kammer war voller seltsamer Dinge. An den Wänden hingen die Köpfe toter Tiere und auf dem Boden lagen Felle verstreut. Mehrere Statuen standen im Raum und auf einem Tisch befand sich ein Glas mit einem Goldfisch, der glücklicherweise nicht durch den Raum fliegen konnte. Auf dem Tisch lagen zudem Pergamente mit Rätseln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das erste Rätsel lautete:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&amp;ldquo;Erst wenn ich zu Hause bin, haben die Wächter frei.&amp;rdquo;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Dieses Rätsel konnte ich relativ schnell lösen: Ein Fisch mit Rätseln und ein verwunschener Raum mit einem Bassin und Wasserfall – das musste der Ort sein. Vorsichtig, um ihn nicht zu quälen, setzte ich den Goldfisch in das Bassin, welches wir ein Stockwerk tiefer gefunden hatten. Kaum hatte ich dies getan, ertönte ein lautes Poltern und Scheppern, ein gutes Zeichen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das zweite Rätsel war recht einfach. Sogar meine Kameraden konnten es problemlos lösen.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&amp;ldquo;Töte den Unhold und der Priester teilt sein Wissen.&amp;rdquo;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Den Unhold lag im Sarkophag und - tot wie er war - ließ er sich recht leicht,… töten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das dritte Rätsel war etwas kniffliger.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&amp;ldquo;Der Schlüssel um weiterzukommen, befindet sich in dem Maul des Tiers, welches es zweimal gibt.&amp;rdquo;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;In diesem Raum gab es jedes Tier nur einmal. Also durchsuchten Ruben und ich den Turm. Im untersten Raum entdeckte ich schließlich einen Teppich, der aus einem Bärenfell gemacht war, und tatsächlich befand sich ein Schlüssel in dessen Maul.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Rätsel sind für einen belesenen Kater wie mich halt kein Problem, und so konnten wir endlich in die oberste Kammer des Turms vordringen.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;buttercup&#34;&gt;Buttercup&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;In der obersten Kammer fanden wir Buttercup, eine wirklich wunderschöne Katze, die in ihrem himmlischen Bett saß. Aus einem mir nicht nachvollziehbaren Grund begannen meine Freunde erneut, um sich zu schlagen und in der Luft herumzufuchteln. Und wieder wollten sie, dass ich dieses seltsame Spiel mitmachte, was ich aus reiner Gutherzigkeit auch tat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als sie von diesem Spiel genug hatten, machten sich keine große Mühe, Buttercup lange zu überreden. Die Arme hatte ohnehin schon einiges durchgemacht und hatte keine andere Wahl, als uns zu folgen. Es war offensichtlich, dass sie nicht zu dem Don wollte.&lt;/p&gt;
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    </item>
    <item>
      <title>Geschäfte mit dem Don</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-06-22-geschaefte_mit_dem_don/</link>
      <pubDate>Sat, 22 Jun 2024 20:03:29 +0200</pubDate>
      <author>hnsstrk</author>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-06-22-geschaefte_mit_dem_don/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-16---aus-den-erzaehlungen-von-benjamin-buechernase&#34;&gt;DSK Session 16 - Aus den Erzaehlungen von Benjamin Buechernase&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nach der &amp;hellip; ähm &amp;ldquo;Sache&amp;rdquo; mit dem Köter starteten wir unsere weitere Erkundung im Erdgeschoss, wo überall Wollfäden gespannt waren. Offensichtlich hatte Ramon hier einige Fallen aufgestellt. Nachdem wir die Fäden mehr oder weniger geschickt umgangen hatten, beschlossen wir, das Obergeschoss in Angriff zu nehmen.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;obergeschoss&#34;&gt;Obergeschoss&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;In einem großen Schlafzimmer schnarchte ein dicker männlicher Zweibeiner so laut, dass wir dies schon von der Treppe aus hören konnten. Der Gefahr für unsere Ohren zum Trotz beschlossen wir, dass wir uns in diesem Raum einmal genauer umschauen sollten. Ruben und Ravenna waren jedoch etwas zu genau, oder aber, sie konnten ihre Neugier nicht zügeln und begannen, die Kisten und Kästen in diesem Raum zu durchsuchen. Leider war Ruben dabei ein wenig zu ungeschickt und stieß eine Kiste um, die neben einer scheinbar tauben Menschenfrau auf einem Nachttisch stand. Diese war zu meinem Entsetzen gar nicht taub und wachte auf. Sie packte Ruben und warf ihn in eine Ecke, weil sie dachte, er sei ein Kuscheltier. Nach diesem Erlebnis zogen wir uns doch lieber aus diesem Raum zurück.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir schauten uns weiter um. Hier gab es viele geschlossene Türen, aber so etwas hält so geschickte Katzen wie uns nicht auf. Wir öffneten eine weitere Tür und in einem kleinen Schlafzimmer schlief eine junge Menschenfrau. In diesem Raum hatten die Zweibeiner aber keine tollen Sachen für uns versteckt und so schlichen wir weiter, ohne Aufsehen zu erregen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Kinderzimmer schliefen zwei kleine Zweibeiner. Diese kleinen Menschen sind für mich immer schwer zu unterscheiden, daher kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, ob es Männlein oder Weiblein waren. Meine Freunde, die mir in den Raum folgten, erschraken bei den vielen großen Puppen, die wie Bären und Menschen aussahen. Ich, der in einem Haus mit Menschen lebte, erklärte ihnen selbstverständlich, dass dies nur Spielzeug sei. Also etwas, mit dem sich die kleinen Zweibeiner gerne die Zeit vertreiben und kein Grund zur Sorge. Gerne hätte ich den anderen noch ein wenig mehr erklärt, aber Ravenna begann auch hier gierig nach Wertsachen zu suchen und weckte dabei die Kinder. Diese entdeckten uns sofort. Sie riefen aufgeregt und wollten mit uns kuscheln. Ein Umstand, mit dem an und für sich zu rechnen war. Ich habe den Kameraden mehr als einmal von unserer Wirkung auf die Zweibeiner berichtet. Leider wollten sie mir da nie so wirklich Glauben schenken. Und dies, obwohl sie im Maushaus von Wolldorf, die Riesen sagen Krankenhaus dazu, doch am eigenen Leib erfahren durften, wie sehr sich die Zweibeiner nach unserer Niedlichkeit und unserem zarten Fell sehen. Vielleicht hören meine Freunde ja das nächste Mal auf mich.&lt;/p&gt;
&lt;h4 id=&#34;flucht-und-versteckspiel&#34;&gt;Flucht und Versteckspiel&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Die kleinen Zweibeiner hatten mit ihrem Geschrei die großen Riesen geweckt und wir mussten fliehen. Ich versuchte, mich zwischen einer Wand und einem Schrank zu verstecken, hatte jedoch Mühe, da die Menschen hier nicht ausreichend Platz für einen so stattlichen Kater wie mich gelassen hatten. Bei meinem zweiten Versuch gelang es mir, mit angehaltener Luft mich in die schmale Spalte zu drücken, aber ich verlor die anderen aus den Augen. Nervös sah ich mich um und lauschte. Die junge Zweibeinerin kam aus ihrem Zimmer, das gegenüber dem Kinderzimmer lag, um nachzusehen, warum mitten in der Nacht so viel Lärm war. Nahe der Treppe wurde Ruben von dem großen groben Zweibeiner bedroht. Dieser schimpfte fast so laut, wie er schnarchte und trat nach Ruben. Mir war sofort klar, dass ich helfen musste, so schlich ich um die Magd herum. Eigentlich wollte ich mir ein Versteck suchen, von dem aus ich den groben Kerl anspringen konnte, doch wieder war ein Schrank falsch aufgestellt und vor allem viel zu dicht an der Wand. Eine dürre Katze wie Ravenna hätte da vielleicht noch einen Platz gefunden, mir war dies bedauerlicherweise nicht vergönnt.&lt;/p&gt;
&lt;h4 id=&#34;rückzug&#34;&gt;Rückzug&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Ruben hatte schon einige Tritte einstecken müssen, daher sprang ich den großen Zweibeiner von hinten an, um Ruben zu helfen. Wie immer war Ravenna die Erste, auch bei der Flucht. Da der Zweibeiner abgelenkt war, folgten wir ihr und rannten so schnell wir konnten die Treppe hinunter, durch das Erdgeschoss und nach draußen. Die ganze Aktion war gründlich schiefgegangen. Wir hatten den Vogel, den wir für den Don holen sollten, nicht einmal gesehen und wo Inigo und Jack geblieben waren, wussten wir auch nicht.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;wiedersehen&#34;&gt;Wiedersehen&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Wir gingen in die Taverne &amp;ldquo;Unter den Riesen&amp;rdquo;, um auf die anderen zu warten. Nach einer gefühlten Ewigkeit stieß Jack zu uns und war noch schweigsamer als sonst. Von Inigo fehlte noch immer jede Spur und so langsam machte ich mir Sorgen, dass ihm etwas zugestoßen sein könnte. Daher schlug ich vor, nach ihm, aber auch nach dem Vogel, zu suchen. Immerhin wollten wir es uns nicht mit dem Don verderben. Jack erklärte sich sofort bereit dazu mitzukommen, wollte jedoch nicht, dass Ruben und Ravenna mitkamen. Ich tat mein Bestes, ihn davon zu überzeugen, dass wir gemeinsam viel sicherer sein würden und darüber hinaus waren wir ein Team.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gemeinsam zogen wir los, um uns unseren Gegnern zu stellen und um dem Schicksal ein Schnippchen zu schlagen. Es galt, einen Freund zu retten und einen Vogel zu fangen. Komme, was wolle, wir waren bereit. Entschlossen schritt ich voran und stieß mit Inigo zusammen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zurück in der Taverne berichtete Inigo, dass der Vogel nicht mehr da sei und mein erster Gedanke war, dass wir dem Don alles beichten mussten. Doch Inigo riet davon ab, und auch Ruben wollte abwarten. Die Situation eskalierte, als Jack berichtete, dass er schon beim Don war, den Vogel übergeben und davon berichtet hatte, dass uns die Zweibeiner gesehen hatten. Auf die darauffolgenden Diskussionen gehe ich aufgrund meines überragenden Taktgefühls nicht ein. Was ich hingegen jedoch nicht unerwähnt lassen kann, ist der Fakt, dass Inigo die halbe Nacht bei den kleinen Zweibeinern verbracht hat und sich kuscheln ließ. Und auch wenn er es vehement abstreitet, glaube ich fest, dass er es genossen hat. So ausgeglichen und entspannt hatte ich ihn noch nie erlebt.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;geschäfte-mit-dem-don&#34;&gt;Geschäfte mit dem Don&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Als ob diese Nacht nicht schon hinreichend Aufregung geboten hätte, erschien der Don höchst persönlich in der Taverne und schimpfte, weil wir ihm den Vogel nicht gemeinsam gebracht hatten. Auch die Tatsache, dass wir schon wieder von Menschen gesehen wurden, missfiel ihm sehr. Er machte uns deutlich, dass wir in Anbetracht der Umstände noch immer in seiner Schuld standen und dass er einen neuen Auftrag für uns hätte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir sollten ein Kätzchen namens Buttercup entführen, welches im Haus Marteniel im Nord-Westen von Havena lebte. Ravenna war nicht sonderlich erpicht darauf, dem Don &amp;ldquo;Gefallen&amp;rdquo; zu erweisen und verhandelte geschickt eine Bezahlung von 150 Mondglöckchen pro Nase für uns aus. Der Don bot uns sogar 50 Mondglöckchen im Voraus. Die Bezahlung war geklärt und der Auftrag auch. Bis auf einige Kleinigkeiten, welche dem Don erst zum Schluss einfielen: Buttercup wollte nicht aus dem Turm weg, und es hieß, dort gäbe es Geister.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es war also klar, dass uns eine neue, gefährliche Mission bevorstand. Aber das Versprechen von 100 weiteren Mondglöckchen und der Drang, uns den Don zu beweisen, trieb uns voran.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;turm-marteniel&#34;&gt;Turm Marteniel&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Im Turm Marteniel trafen wir auf eine rätselhafte Katze, die uns den Weg zu Buttercup versperrte. Um weiterzukommen, mussten wir durch ein verschlossenes Treppenhaus und sie hatte den Schlüssel. Die Katze verlangte von uns, dass wir mit ihr ein Würfelspiel spielen sollten, um den Schlüssel zu bekommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf dem Tisch lagen drei Würfel. Jack nahm sich einen davon und würfelte. Anstelle des Schlüssels bekam er jedoch eine deutlich sichtbare Wunde. Mir war sofort klar, dass diesen Würfeln eine Art Zauberei innewohnen musste und dass es vermutlich nicht ums Würfeln an sich ging. Meiner Meinung nach war viel mehr eine Art Rätsel zu lösen. Eines, das sich meinem brillanten Geist leider nicht sofort erschloss und während ich noch überlegte, würfelte Jack weiter. Er würfelte, bis er schwer verletzt war und kaum noch stehen konnte. Inigo musste ihm sogar einen seiner Heiltränke geben, damit er uns nicht umfiel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Jack jedoch einfiel, dass er noch diesen seltsamen Würfel aus dem Schiff bei Wolldorf hatte und der diesen zum Würfeln verwendete, wurde Inigo verwundet. Die seltsame Katze hingegen gab uns den Schlüssel und löste sich dann im Nichts auf.&lt;/p&gt;
&lt;h4 id=&#34;der-kampf-gegen-mygalon&#34;&gt;Der Kampf gegen Mygalon&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Kaum hatten wir den Schlüssel, machten wir uns auf den Weg nach oben. Gespannt öffneten wir die Türe und blickten auf einen Raum voller Spinnweben und Spinnennetze. Ich fühlte mich an den Tempel in Wolldorf zurückerinnert, doch dort gab es wenigstens nur Spinnen. Hier begrüßten uns zwei Mygalon oder besser gesagt, diese Untiere – zur Hälfte Spinne und zur Hälfte Hund – griffen uns an. Dank meines treuen Wanderstabes gelang es mir, eines dieser Monster zu erledigen, aber dies war ein ordentliches Stück Arbeit für mich. Ruben hingegen holte nur ein einziges Mal mit seinem Schwert aus und ließ das zweite Mygalon in einer Wolke aus Blut und Gedärm verschwinden. Ich frage mich noch heute, wie der kleine Müllwühler es immer hinbekommt, die unwahrscheinlichsten Heldentaten mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit hinzubekommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem wir alle aus dem Stauen heraus waren, schnappte ich mir den Schlüssel zum Treppenhaus und wir begaben uns erneut ein Stockwerk nach oben.&lt;/p&gt;
&lt;h4 id=&#34;das-naturrätsel&#34;&gt;Das Naturrätsel&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;In diesem Stockwerk fanden wir einen großen Baum, der mitten im Raum stand. Gesellschaft hatte dieser Baum von einem Feenwesen, einem in höchstem Maße unfreundlichen Wurzelbold, auch Blättermännlein genannt. Da meine lieben Freunde, ob der Gestalt des Feenwesens, ein wenig verwirrt dreinblickten, teilte ich gerne mein Wissen bezüglich der Natur dieses schimpfenden Kerls. Der Wurzelbold wollte nichts sehnlicher als uns loswerden, aber die Tür zur Treppe war verschlossen. Den Schlüssel, so sagte die Fee, würden wir erst erhalten, wenn wir sein Rätsel lösen würden:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Ich bin hässlich,&lt;br&gt;
deswegen fress ich.&lt;br&gt;
Davon werd ich fett&lt;br&gt;
und geh ins Bett.&lt;br&gt;
Steh ich wieder auf,&lt;br&gt;
bin ich süß wie eine Zuckermaus.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Die Lösung, Raupe und Schmetterling, wusste ich sofort und ich bin mir sicher, dass auch meine Kameraden dies früher oder später erraten hätten. Der mürrische Wurzelbold händigte uns den Schlüssel aus und schien ernsthaft erleichtert, dass wir gingen.&lt;/p&gt;
&lt;h4 id=&#34;das-spiegelrätsel&#34;&gt;Das Spiegelrätsel&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;In dem Raum, den wir nun vorfanden, war ein riesiger Spiegel in den Boden eingelassen und an der Nordseite hing die Statue eines Adlers an der Wand. Eine ähnliche Statue muss früher einmal an der Südseite gehangen haben, heute waren jedoch nur Bruchstücke davon übrig. Als ich den Spiegel umrundete, fiel mir auf, dass der Adler im Süden noch ein Spiegelbild hatte und in seinem Schnabel den Schlüssel trug. Doch wie sollten wir da herankommen? Mein erster Gedanke war es, den Spiegel zu zerschlagen, aber dies schien mir zu einfach, gar zu primitiv, um die Lösung zu sein. Lieber wollte ich alles doppelt und dreifach prüfen, als mich zu früh in einem Exzess der Gewalt hinzugeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vielleicht war der Spiegel ein Fenster. Um sicherzugehen, stieg ich ein Stockwerk hinab, wurde aber nur von dem unfreundlichen Wurzelbold, auf seine besonders herzliche Art, begrüßt. Es war vielleicht ein guter Gedanke, aber nicht des Rätsels Lösung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wieder zurück bei meinen Kameraden umrundete ich erneut den Spiegel und ein neuer Gedanke formte sich in meinem Verstand. Ich bat Jack zur zerbrochenen Statue zu gehen und Richtung des Schlüssels zu greifen, während ich den Vorgang im Spiegel beobachtete. Leider blieben meine Bemühungen ohne Erfolg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Während ich noch überlegte, setzte Ruben seine eigenen Überlegungen in die Tat um und zerschlug den Spiegel. Nun, da er durch Zufall, meine ursprüngliche Idee aufgegriffen hatte, begaben wir beide uns auf den Spiegel, welcher eine Art Portal darstellte. Ehe wir uns versahen, fanden wir uns in einer anderen Version des Raumes wieder. In der Version, die wir zuvor im Spiegel erblickt hatten. Hier trafen wir auf den Geist, den der Don erwähnt hatte, und zu meinem großen Erstaunen griff er uns nicht an. Allerdings bedankte er sich für seine Befreiung und erneut fühlte ich mich an den Tempel in Wolldorf erinnert. Vielleicht sollten wir es zukünftig besser vermeiden, &amp;ldquo;Dinge&amp;rdquo; zu befreien. Dies war aber ein Problem für Morgen. Heute galt es sich den Schlüssel zu schnappen und ein Stockwerk emporzusteigen.&lt;/p&gt;
&lt;h4 id=&#34;teppiche&#34;&gt;Teppiche&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Ich habe einmal gelesen, dass bedeutende Personen hinter vielen Türen leben. Demnach muss diese Buttercup sehr bedeuten sein. Und bei all den Treppen, die wie hinaufstiegen, wünschte ich, dass Ravenna einen Preis pro Stufe ausgehandelt hätte. Ich bin ein Kater des wachen Verstandes und des feinen Geistes und kein Bergsteiger. Dennoch quälte ich mich ein weiteres Stockwerk hinauf und meine Mühen wurden scheinbar belohnt. Wir wurden weder beleidigt, noch wurden wir angegriffen. Es gab keine Spiegel und auch keine Geister. Der Raum war ausgelegt mit wunderschönen Teppichen und vollgestellt mit Musikinstrumenten. Die liebe Ravenna war so erfreut, dass sie ihr eigenes Instrument zog und zu musizieren begann. Welch ein erholsamer Moment dies doch war.&lt;/p&gt;
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    </item>
    <item>
      <title>Ein Abschied und eine Begrüßung</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-06-01-ein_abschied_und_eine_begruessung/</link>
      <pubDate>Sat, 01 Jun 2024 18:35:21 +0200</pubDate>
      <author>hnsstrk</author>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-06-01-ein_abschied_und_eine_begruessung/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-15---aus-den-erzaehlungen-von-benjamin-buechernase&#34;&gt;DSK Session 15 - Aus den Erzaehlungen von Benjamin Buechernase&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;schätze-und-andere-fundsachen&#34;&gt;Schätze und andere Fundsachen.&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Dieses wunderschöne Kleeblatt auf der Karte veranlasste mich, an der passenden Stelle im Tempel einmal genauer zu suchen. Mit Fug und Recht kann ich behaupten, dass es kein Zufall war, dass ich genau dort diese Kiste gefunden habe. Auch das Schloss war kein Problem für mich. Die Symbole auf der Karte waren selbstverständlich die Lösung für dieses Rätzel. So kamen wir zu einigen wirklich schönen Edelsteinen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von meinem Erfolg beeindruckt wollten meine Kameraden auch ein wenig buddeln, doch das, was sie ausgruben, war uns nicht freundlich gesonnen. Jack brachte eine Monstrosität zum Vorschein, wie ich sie noch nie gesehen habe. Ja noch nicht einmal gelesen habe ich darüber. Das Ding sah aus, als hätte ein Verrückter mehrere Zweibeiner miteinander verknotet. Es bewegte sich auf Händen und Füßen und ich konnte nicht erkennen, wo oben und wo unten war. Als ob dieses Unding nicht Warnung genug gewesen wäre, fing auch Ruben noch an zu graben, während ich mich mutig an Jacks Seite stellte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das, was Ruben da ausgrub, war in keinster Weise besser als Jacks Untier und Beide waren nicht sonderlich gut gelaunt. Das Ding aus Armen und Beinen griff mich an und hätte mir auch beinahe ein frühes Ableben beschert. Allerdings gelang es Inigo und Jack mich aus dem Tempel zu tragen, während Ruben die Nachhut bildete. Ich glaube Ravenna war schon mal vorgegangen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An der frischen Luft spendierte mir Ruben erst einmal einen Heiltrank, den ich auf Grund meines Heldenmutes auch sehr nötig hatte. Leider währte der Frieden nur kurz. Warna Perlenglanz und die fünf Krallen schienen schon auf uns gewartet zu haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ja, es waren wieder fünf. Allem Anschein nach gab es einen neuen Five. Dafür wollte der alte Quatre aber die Krone von Toblin haben. Unverschämt wie er war, behauptete er, dass es sogar an der Zeit gewesen wäre, dass wir endlich einmal aus diesem Tempel herauskamen. Verständlicherweise zögerten wir ein wenig und Quatre wurde ungeduldig. Ich hielt es für keine gute Idee einem Kater wie Quatre die Krone eines Drachens aus einem uralten Tempel zu überlassen. Jack sah dies scheinbar nicht so eng und gab Quatre das Ding. Dieser sagte sogar noch süffisant, dass er uns dafür vielleicht irgendwann mal einen Gefallen tun würde. Persönlich erachte ich dies jedoch tendenziell als eher unwahrscheinlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir zogen uns erst einmal in die Taverne zurück und Ravenna versuchte auf eine ganz rührende Art sich um mich zu kümmern. Ich glaube, sie hängt wirklich sehr an mir und mein heldenhafter Einsatz muss sie wirklich beeindruckt haben. Dennoch, ein paar Tage dauerte es schon, bis es uns allen wieder etwas besser ging. Als wir uns letztlich alle in der Milchschenke versammelt hatten, berichtete Lysa uns, dass die Drei Krallen mit uns reden wollten. Nach dem Gespräch mit Quatre erachtete ich dies als eine weniger unangenehme Sache, ging aber nicht davon aus, dass es etwas Gutes bedeuten würde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie ich mich doch getäuscht hatte. Die Drei Krallen hatten zum Essen im Tanzsaal geladen und bedankten sich bei uns. Alles war prachtvoll und festlich. Ravenna fing sogar ohne Musik an, zu tanzen. Niedlich wie sie immer versucht, meine Aufmerksamkeit zu erlangen. Aber ich schweife ab. Es war prachtvoll und nahezu alle waren da. Lediglich Sial, Warna und die fünf Perlen fehlten. Dies trug in meinen Augen aber eher zur guten Stimmung bei und zusammen mit Inigo machte ich mich über das herrliche Essen her.  Ein wahrer Genuss, der zumindest so lange anhielt, bis Inigo meinte, dass wir ganz dringend gehen sollten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie sich herausgestellt hat, hatte er Draußen etwas gehört und als er nachsehen war, stolperte ihm eine Katze mit einem Beil in der Brust in die Arme. Scheinbar war sein erster Gedanke, dass man so ein Beil immer mal gebrauchen könne und daher nahm er eine Mordwaffe an sich. Das Blut an seiner Kleidung machte die Situation nicht weniger verdächtig. Irgendwie gelang es ihm Inigo zu alarmieren und der sorgte dafür, dass wir noch am selben Abend nach Havena aufbrachen.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;wieder-zuhause&#34;&gt;Wieder Zuhause&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Unsere Zeit in Wolldorf war interessant und aufregend. Umso mehr freute ich mich auf ein paar ruhige Tage in Havena. Ich würde es mir in meiner Kiste bequem machen und mein Zweibeiner dürfte mich mit Leckereien versorgen und kraulen. Ich würde ein bisschen lesen und ganz viel schlafen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Irgendwie kam es aber anders. Auf dem Weg in die Stadt hinein trafen wir auf Don Gato, den Patron von Havena. Alle Katzen wissen, dass hier nichts ohne seine Zustimmung läuft und nun wollte er mit uns reden. Er muss auf uns gewartet haben, denn er sagte, dass es auch mal an der Zeit gewesen wäre, dass wir von unserem Ausflug zurückkämen, und ich fragte mich, warum immer alle auf uns warteten und warum sie dabei so wenig Geduld hatten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Apropos Geduld… geduldig sahen die beiden Leibwächter des Dons, zwei riesige Pradel, nicht aus. Mit allem Respekt und der gebotenen Freundlichkeit bat ich den Don uns zu erläutern, warum uns die Ehre seiner persönlichen Aufmerksamkeit zuteilwurde. Der ungekrönte König von Havena berichtete, dass wir vor einer Weile auf dem Fischmarkt für Aufsehen gesorgt hätten und ein Mensch uns entdeckt hätte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dies alles wäre nicht passiert, wenn die anderen schon damals auf mich gehört hätten und nicht in ihren Klamotten zu der Frau in dem Fischladen gegangen wären. Mich hingegen, der sich der Zweibeinerin nackt präsentiert hatte, hätte diese auf alle Fälle für eine ganz normale Katze gehalten. Nun hatte die Frau aber auch aufrechtgehende Katzen in Kleidung gesehen und musste dies auch anderen Zweibeinern erzählt haben. Doch Don Gato hatte das Problem gelöst. Auf sehr unschöne Art und Weise, aber zumindest würde die Frau nicht mehr von Katzen in Kleidung erzählen. Dummerweise schuldeten wir ihn nun etwas und der Don wäre nicht der Don, wenn er uns nicht direkt auch daran erinnert hätte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ravenna sah dies scheinbar nicht exakt so wie der Don und ich versuchte mein Bestes, sie zu überzeugen. Freundlicherweise gab uns der Don ein wenig Bedenkzeit und die Möglichkeit ihm einen Gefallen zu tun oder ihn mit 5000 Mondglöckchen auszuzahlen.  Bei dem Gefallen handelte es sich darum, einem Rivalen von ihm, einem Kater aus Al’Anfa namens Ramon einen besonders prächtigen Vogel zu stehlen, den dieser sein Eigen nannte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Noch in der Taverne unter den Riesen, umschmeichelt von der Fürsorge der Guten Layla, diskutierten wir, was wir den nun tun sollten. Da mich das hin und her der Argumente langsam ermüdete schlug ich vor, dass wir uns zumindest mal das Anwesen, in dem Ramon residierte, ansehen könnten. Hierbei handelte es sich um ein großes Haus mit einem Ladengeschäft für Stoffe und einem wunderschönen Garten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wo wir nun schon einmal hier seien, so schlug ich vor, könnten wir uns ja auch gleich einmal umsehen und gesagt getan schlichen wir uns auf das Anwesen. In den Ställen und der Werkstatt fanden wir nichts von Interesse aber bei den Stoffen musste ich mich schon ein wenig zusammenreißen, mich nicht darin zu wälzen. Als Jack jedoch eine Flasche umstieß mussten wir erst einmal schnellstmöglich den Rückzug antreten. Zum Glück kehrte nach kurzer Zeit wieder Ruhe ein und wir setzten unsere Erkundung des Haupthauses fort.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Noch bevor ich ihn sah, roch ich den Hund, der auf einem bequemen Sofa schlief und warnte die anderen. Inigo nahm sich der Sache an und schlich sich an den Köter heran. Jack und ich taten es ihm gleich und gemeinsam beseitigten wir die Gefahr.&lt;/p&gt;
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    </item>
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      <title>Der Drachentempel</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-05-25-der_drachentempel/</link>
      <pubDate>Sat, 25 May 2024 20:42:33 +0200</pubDate>
      <author>hnsstrk</author>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-05-25-der_drachentempel/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-14---aus-den-erzaehlungen-von-benjamin-buechernase&#34;&gt;DSK Session 14 - Aus den Erzaehlungen von Benjamin Buechernase&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;kammern-und-gänge&#34;&gt;Kammern und Gänge&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Gemeinsam standen wir vor dem riesigen Tor des Drachentempels. Der Schlüssel, den wir in der Statue gefunden hatten, zitterte leicht in der Hand meines Freundes. Mit einem Knirschen öffnete sich das Tor und gab den Blick auf eine düstere Höhle frei. Ein kurzer Gang führte uns in eine von Fackeln erleuchtete Kammer. Drei mächtige Statuen – Praeteritus, Presentus und Futurus – bewachten je einen weiteren Gang.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich erinnerte mich daran, dass diese Statuen auf ihre Namen hörten, und befahl Praeteritus, zur Seite zu treten. Zu meiner Erleichterung gehorchte er und gab einen Gang frei, der von dichten Spinnweben überwuchert war. Am Ende dieses Ganges fanden wir eine gruselige Kammer, die noch schlimmer aussah als der Gang.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine riesige Spinne lag tot in Bärenfallen, umgeben von Knochen und Schädeln. Überall hingen Spinnweben, und aus ihnen starrten uns kleinere Spinnen an. Dieses schaurige Bild wollte ich mir nicht genauer ansehen, also kehrten wir zurück.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch Presentus befahl ich, zur Seite zu treten, doch der Gang hinter ihm war noch schlimmer – Spinnweben und Spinnen, wohin das Auge reichte. Das würde ich nie wieder aus meinem Fell bekommen. Ich befahl Presentus, durch den Gang zu laufen und folgte ihm, während er die meisten Spinnen zerquetschte. Den Rest erledigten meine Freunde und ich. Leider war auch die Kammer am Ende dieses Ganges voller dicker Spinnen, so beschlossen wir kurzerhand, unser Glück mit dem dritten Gang zu versuchen. Das hieß wir alle bis auf Jack, der in der Kammer hinter dem zweiten Gang blieb.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch Futurus gehorchte meinem Befehl und trat zur Seite. Der Gang führte uns in eine Kammer, die von Drachenstatuen gesäumt und von brennenden Fackeln erleuchtet war. Eine weitere riesige Spinne war hier in Bärenfallen verendet. Wir durchquerten die Kammer und folgten einem Gang, der uns wieder zu Jack führte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Kammer, in der unser Freund zurückgeblieben war, war ein Bild des Schreckens – voller Unrat, Spinnweben und Spinnen. Gemeinsam kämpften wir uns hindurch und fanden schließlich eine Treppe, die tiefer in den Tempel führte.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;der-hauptsaal-des-tempels&#34;&gt;Der Hauptsaal des Tempels&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Am Ende der Treppe erwartete uns ein enormer Saal, in dessen Mitte eine gewaltige Drachenstatue thronte. Auch die Wände waren mit Drachenstatuen verziert. Vor der Statue stand ein Meckerdrache, der sich Toblin nannte und behauptete, ein Schüler des großen Pyrdacor zu sein. In dem Raum waren außerdem mehrere seltsam aussehende Katzen – Zombies, Mumien und Vampire, die ich dank meines umfassenden Wissens sofort erkannte. Toblin erklärte, er sei schon lange hier eingesperrt und wollte nun hinaus, um Wolldorf zu zerstören. Das konnten wir nicht zulassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mutig stürzten wir uns in den Kampf. Die Zombies waren harte Gegner, die Vampire noch viel härter, und die Mumien schienen fast unbesiegbar. Mehrere Heiltränke retteten mir das Leben, während ich tapfer an vorderster Front kämpfte. Die gute Ravenna sorgte sich sehr um mich, doch ich ließ mich nicht unterkriegen. Jack stellte sich dem Meckerdrachen, doch er konnte ihn nicht besiegen. Schließlich war es an mir, das Untier zur Strecke zu bringen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Müde, verwundet, aber ungeschlagen begannen wir, den Raum zu durchsuchen&amp;hellip;&lt;/p&gt;
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    </item>
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      <title>Der Schlüssel zum Tempel</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-05-25-der_schluessel_zum_tempel/</link>
      <pubDate>Sat, 25 May 2024 16:21:01 +0200</pubDate>
      <author>hnsstrk</author>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-05-25-der_schluessel_zum_tempel/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-13---aus-den-erzaehlungen-von-benjamin-buechernase&#34;&gt;DSK Session 13 - Aus den Erzaehlungen von Benjamin Buechernase&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;In der Milchschenke trafen wir Joka Schlaufuss, einen durch und durch gebildeten Kater. Selbstverständlich nutzte ich die Gelegenheit, nach all den Tagen wieder einmal einen gebildeten Diskurs zu führen und so lud ich den feinen Herren auf eine feine Tasse Sahne ein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Laufe unserer Unterhaltung stieß Ruben zu uns und nach einer Weile drehte sich unser Gespräch um die uns fehlenden Kartenteile. Herr Schlaufuss wusste zu berichten, dass sich diese in Wolldorf befanden. Ein Stück war im Laden der 1000 Wunder und das andere entweder im Haus der Felle oder beim Farbenteich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da ich, bezüglich des Ladens der 1000 Wunder, von einer gesicherten Annahme ausgehen konnte, empfahl ich meinen Freunden die Suche dort zu beginnen. Leider erwarteten uns dort einmal mehr gar garstige Köter, auch wenn diese nicht wirklich mit einem Verstand beseelt waren.  So konnten wir diese Flohsäcke besiegen und ich darf berichten, dass ich daran nicht ganz unbeteiligt war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Nächstes begaben wir uns zum Haus der Felle, was einen recht gruseligen Anblick bot. Allem Anschein nach begnügen sich die Zweibeiner nicht nur damit, das Fell von Bären und Löwons in ihren Häusern liegen zu haben. Dem hier zu ertragenden Anblick konnte man entnehmen, dass sie wohl generell gerne Tieren das Fell abziehen. Vielleicht sollte ich mich diesbezüglich mal mit meinem eigenen Zweibeiner unterhalten, wenn ich zurück in Havena bin. Der bekommt was zu hören.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich sollte ich mich freuen, dass es nicht nur tote Tiere im Haus der Felle gab, doch die die dort lebten trachteten uns nach selbigen. Dennoch gelang es der geschickten Ravenna, das letzte uns fehlende Kartenstück zu entwenden. Ich glaube, sie tut alles, um mich zu beeindrucken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da die Nacht noch jung war, machten wir noch einen kleinen Abstecher zum Farbenteich. Dort färben die Zweibeiner ihre Stoffe. Eine höchst interessante Sache, aber ich muss gestehen, für einen Kater mit so einer feinen Nase, wie ich eine mein Eigen nenne, ist dies kein besonders angenehmer Ort. Ruben hingegen schien sich wohlzufühlen. Wir schauten uns ein wenig um, aber das Haus oder die Hütte, war derart von Ratten überrannt, dass wir kurzerhand beschlossen diese zu töten. Ich bin sicher, dass ich die Zweibeiner am nächsten Morgen über all die toten Nager gefreut haben.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&#34;article-figure&#34;&gt;
  &lt;img src=&#34;dsk_karte.webp&#34; alt=&#34;Karte des Drachentempels&#34; loading=&#34;lazy&#34; /&gt;
  &lt;figcaption&gt;Karte des Drachentempels&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;&lt;p&gt;Zurück in der Milchschenke setzten wir die Karte zusammen und sahen eine Art Grab oder Gruft. Ich hatte schon so eine Ahnung, dass es sich um einen Ort im Drachentempel handeln muss, doch wollten wir uns nicht allzu lange damit aufhalten, immerhin hatten wir auch endlich die fünf Murmeln in unserem Besitz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gemeinsam gingen wir also zu der Statue auf dem Dorfplatz und warfen nach kurzem Überlegen die Murmeln und die Löcher der Statue, worauf hin sich eine Kammer öffnete, der wir einen Schlüssel entnehmen konnten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es war also ähnlich wie in meinen Büchern. Daher wusste ich auch, dass wir nun zum Tor des Tempels mussten. Allerdings gingen wir sicherheitshalber vorab noch einmal einkaufen, damit es uns im Zweifelsfall nicht am nötigsten fehlen würde.&lt;/p&gt;
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    </item>
    <item>
      <title>Die Vernichtung von Moloch</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-05-01-die_vernichtung_von_moloch/</link>
      <pubDate>Wed, 01 May 2024 10:58:39 +0200</pubDate>
      <author>hnsstrk</author>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-05-01-die_vernichtung_von_moloch/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-12---aus-den-erzaehlungen-von-benjamin-buechernase&#34;&gt;DSK Session 12 - Aus den Erzaehlungen von Benjamin Buechernase&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;das-ende-von-moloch&#34;&gt;Das Ende von Moloch&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Das Warme Haus war voller Katzen und Kater, die mit dem Dicken Flook befreundet waren und als dieser um Hilfe rief, kamen sie. Wir waren eingekesselt. Draußen versammelten sich erboste Katzen und hier drin jammerte Flook so sehr, dass Ruben und ich uns bemüßigt sahen uns um ihn zu kümmern. Mein Freund tat alles, um den dicken Kater zu beruhigen, während ich seine Wunden versorgte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die wütenden Rufe wurden immer lauter und Fäuste hämmerten gegen die Türe. Doch dann mischten sich andere Laute hinzu. Kratzen und Reißen, Knurren und Schmerzensschreie… Moloch war zurück und griff die Katzen an. Uns war klar, dass wir ihnen helfen mussten, aber das furchtbare Gedränge im Flur machte uns dies nahezu unmöglich, dennoch tat ich mein Bestes, um aus dem Raum zu kommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ravenna nutzte die Gunst der Stunde, mir nahe zu kommen und warf sich auf mich. In solch einer gefährlichen Situation kann ich es ihr nicht verdenken, dass sie meinen Schutz und meine Nähe suchte. Dennoch, zuerst mussten wir dieses Untier vertreiben. So schoben wir uns alle weiter und weiter nach vorne Richtung der Treppe auf der Moloch stand. Die anderen Katzen, sofern sie nicht von dem monströsen Hund zerrissen wurden, flüchteten. Nur meine Freunde und ich kämpften tapfer weiter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich landete einige gute Treffer mit meinem neuen Wanderstab und auch Jack, Inigo und Ruben teilten ordentlich aus. Ravenna hatte eine gar seltsame Gerätschaft dabei, die an eine kleine Kanone erinnerte. Diese hatte sie auf der Seemöwe gefunden. Vermutlich, weil ich ihr von dem Adligen erzählt hatte, der auf den Kugeln der großen Kanonen ritt war sie nun ganz versessen auf das Ding. Ich habe damals schon gemerkt, dass ich sie mit meinem Wissen enorm beeindruckt hatte. Auf alle Fälle setzte sie mit diesem kleinen, lauten Ding Moloch heftig zu. Mit meiner Hilfe gelang es meinen Kameraden so, diesem Vieh ein für alle Mal den Gar auszumachen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Warum Jack und Ruben Moloch dann auch in aller Ruhe zerlegten erschließt sich mir noch heute nicht. Mir war es wichtiger nach Flook zu schauen und ihm noch ein wenig gut zuzureden. Zu meinem Glück verplapperte er sich hierbei und ich erfuhr, dass Sial was mit Moloch zu tun hatte. Dies musste ich unbedingt meinen Freunden erzählen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich machte mich auf den Weg und fand die anderen in einer aufgewühlten Menge auf dem Großen Platz von Wolldorf wieder. Mit den blutigen Überresten sorgten sie für einiges Aufsehen. Letztlich wurde sogar Ajom gerufen, der die Menge beruhigen konnte. Er nahm sich des Körpers von Moloch an und wollte einiges Regeln. Den Kopf hätte er mit Sicherheit auch mitgenommen, aber Jack wollte sich nicht davon trennen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch bevor Ajom uns verlassen konnte berichtet ich ihm von den Hunden und deren Bedauern darüber, dass sie aus Wolldorf verbannt wurden. Doch der Anführer der Drei Krallen zeigte sich zurecht unversöhnlich. Die Hunde hatten in Wolldorf gewütet und viele Katzen getötet, bevor sie vertrieben werden könnten. Diesen Umstand hatten sie beim Erzählen ihrer Geschichte wohl vergessen.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;praeteritus-und-presentus&#34;&gt;Praeteritus und Presentus&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich wollten wir uns von Ajom verabschieden, aber mir fiel eine Statue mit bronzenen Flügeln auf, die auf der anderen Seite des Platzes stand. Sie glich der Statue beim Haus der Hunde bis aufs Haar. Lediglich die Flügel hatten eine andere Farbe. Auf dem Schild stand:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Ich bin der Wächter der Vergangenheit und &lt;strong&gt;reagiere&lt;/strong&gt; auf den Namen &lt;strong&gt;Praeteritus&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Aber auch dieser Wächter reagierte auf gar nichts.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ajom berichtete uns, dass es am Duellplatz eine weitere dieser Statuen gab und mir war klar, dass wir uns auch diese dringend, anschauen sollten. Wir verabschiedeten uns und begaben uns zu besagtem Ort. Warum dieser so hieß, wie er hieß war mir nicht klar, denn Duelle fanden hier keine statt. Lediglich die Karren der Zweibeiner wurden hier beladen. Kaum angekommen fanden meine scharfen Augen und mein wacher Verstand nahezu sofort die dritte Statue. Sie hatte silberne Flügel und auf ihrem Schild stand:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Ich bin der Wächter der Gegenwart und &lt;strong&gt;reagiere&lt;/strong&gt; auf den Namen &lt;strong&gt;Presentus&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Drei Wächter, einer für die Vergangenheit, einer für die Zukunft und einer für die Gegenwart… Dieses Wolldorf war voller Geheimnisse, die es zu lösen galt. Aber das Geheimnis der Statuen musste noch ein wenig warten. Ich nutzte den Moment, in dem wir uns in Ruhe und unbeobachtet unterhalten konnten, indem ich den Freunden davon erzählte, dass Flook sich verplappert hatte und das Sial etwas mit Moloch zu tun hatte. Ach ja, habe ich erwähnt, dass Jack noch immer dessen Kopf mit sich herumtrug?&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;die-fünfte-murmel&#34;&gt;Die fünfte Murmel&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Wenn man mal nicht weiß, wo man beginnen soll, dann ist der Anfang immer die richtige Antwort. Bevor wir also irgendwelche anderen Geheimnisse lüften, wollten wir uns erst einmal um die fünf Murmeln kümmern. Also machten wir uns erneut auf den Weg zu den Hunden. Dieses Mal war es mir wichtig höflich zu sein, daher klopften wir an. Argar öffnete uns und ich berichtete ihm, dass ich versucht habe ein gutes Wort für sie einzulegen. Die Murmel wollte er aber dennoch nicht rausrücken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich überlegte noch, ob ich ihm nicht ordentlich, was mit meinem Wanderstab mitgeben sollte, da schoss Ravenna mit einem Pfeil auf den Köter. Sie muss sich sicherlich schreckliche Sorgen um mich gemacht haben, zumindest sah sie mich schon wieder so komisch an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ach ja, die Gute findet einfach nie den rechten Zeitpunkt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun galt es erst einmal diesen Kötern ordentlich eins auf die Mütze zu geben. Dies gelang uns sogar besser als erwartet. Ich teilte ordentlich aus und gemeinsam machten wir die Hunde fertig. Ravenna gelang es sogar die Murmel aus dem Haus zu stehlen und das war der geeignete Moment Fersengeld zu geben und wir sahen zu, dass wir verschwanden.&lt;/p&gt;
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    </item>
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      <title>Besuch bei den Hunden</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-05-01-besuch_bei_den_hunden/</link>
      <pubDate>Wed, 01 May 2024 10:37:51 +0200</pubDate>
      <author>hnsstrk</author>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-05-01-besuch_bei_den_hunden/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-11---aus-den-erzaehlungen-von-benjamin-buechernase&#34;&gt;DSK Session 11 - Aus den Erzaehlungen von Benjamin Buechernase&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;shopping-tour&#34;&gt;Shopping Tour&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Wir nutzten die kurze Phase der Ruhe und Besinnung und besannen uns in aller Ruhe auf unsere Ausrüstung, da diese, in Anbetracht der Erlebnisse, durchaus ein kleines Upgrade benötigte. Bei Tala Schiefzahn fand ich eine wunderschöne Tunika, die mit ihrem weißen und roten Stoff meine blauen Augen gelungen unterstrich. Hinzu kam ein neuer Wanderstab mit einer schön ausgearbeiteten metallenen Spitze. Bei Grauauge fand ich noch ein herrliches grünes Stirnband und in Kombination mit meiner coolen Brille sehe ich nun wahrlich aus, wie ein Kater von Welt. Ich glaube, dass dies auch Ravenna aufgefallen ist, zumindest schaut sie immer so komisch zu mir herüber.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;hundehütte&#34;&gt;Hundehütte&lt;/h3&gt;
&lt;h4 id=&#34;futurus&#34;&gt;Futurus&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Nachdem wir alles hatten, von dem wir dachten, dass wir es irgendwann einmal benötigen könnten, machten wir uns auf den Weg, hinaus aus Wolldorf, zu dem Haus in dem Renzo und seine Bande leben sollten. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einer seltsamen Statue mit goldenen Flügeln vorbei. Auf einem Schild stand:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Ich bin der Wächter der Zukunft und &lt;strong&gt;reagiere&lt;/strong&gt; auf den Namen &lt;strong&gt;Futurus&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Leider reagierte bei Futurus gar nichts und so gab ich es nach einer oberflächlichen Untersuchung auf, mehr über die Statue herauszufinden. Immerhin waren wir in der Nähe des Hauses, in dem die Hunde lebten und mein wacher Geist hatte wahrlich dringendere Aufgaben.&lt;/p&gt;
&lt;h4 id=&#34;ravenna-&#34;&gt;Ravenna ❤️&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Wie es ich für echte Katzen geziemt, klopften wir natürlich nicht einfach an der Türe. Erst einmal galt es, die Lage zu erkunden, um im Anschluss informierte Entscheidungen treffen zu können. Leider passierte mir dabei ein kleines Missgeschick und ich rutschte an einer Kante ab und fiel einen kleinen Abhang hinunter. Dabei tat ich mir auch noch, entschuldigt meine Ausdrucksweise, verdammt weh. Aber Ravenna kam sofort hinterhergesprungen und half mir wieder nach oben. Dabei schaute sie wieder so komisch und machte ein paar derbe Sprüche. So langsam glaube ich, dass dies vielleicht ihre Art ist, Zuneigung auszudrücken. Immerhin muss ihr etwas an mir liegen, sonst wäre sie nicht, ohne zu zögern, zu meiner Rettung geeilt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Meine Theorie sehe ich durch den Umstand bestätigt, dass kurze Zeit später auch Jack den Abhang hinuntergestürzt ist und dem hat sie nicht geholfen. Allerdings eignet er sich, auf Grund von… äh… Umständen nicht auch mehr so sehr als Partner.&lt;/p&gt;
&lt;h4 id=&#34;entdeckt&#34;&gt;Entdeckt&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Unser König des Wollhimmels, der Meister aller Sprünge, zeigte auf ein Neues sein überragendes Talent der vertikalen Bewegung und sprang scheinbar mühelos den Abhang hoch und runter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Welcher meiner beiden Freunde, Ruben oder Jack, die sich am Abhang aufhielten, von dem Hund zuerst entdeckt wurde, kann ich nicht sagen. Auf alle Fälle fing Parva Einauge an zu schimpfen und zu fluchen und das so laut, dass auch dieser Argar Knurrmaul aus dem Haus kam, und der war riesig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dankenswerterweise stellte sich Argar als recht besonnen heraus. Er versuchte sogar Parva zu beruhigen, was im leider nur schwerlich gelang. Diese Hunde hassten uns Katzen und sie wollten, dass wir verschwinden.&lt;/p&gt;
&lt;h4 id=&#34;die-andere-seite-der-geschichte&#34;&gt;Die andere Seite der Geschichte&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Es lag also wieder an mir, ein Leuchtfeuer der Vernunft zu sein, daher bat ich die beiden Hunde mir die Geschichte von Wolldorf und dem Moloch aus ihrer Sicht zu erzählen. Einer Bitte, der zumindest Argar gerne nachkam. Seiner Meinung nach gaben die Katzen von Wolldorf damals, als alles anfing, den Hunden die Schuld an dem, was Moloch anrichtete. Immerhin war das Untier für die Katzen nur ein weiterer Hund, wenn auch ein sehr gruseliger. Das Erscheinen von Moloch war auch der Grund, warum die Katzen die Hunde damals aus Wolldorf verbannten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich muss zugeben, dass dies, selbst wenn ich es sich um Hunde handelte, vielleicht ein kleines Unrecht darstellt. Allerdings sah ich eine Chance diesen Umstand für uns zu nutzen. Ich versprach Argar ein gutes Wort für die Hunde bei den Drei Krallen einzulegen und bat ihn, mir als Zeichen des guten Willens die Murmel der Hunde zu übergeben. Bedauerlicherweise musste ich feststellen, dass Hunde einfach sehr stur sind, da Argar trotz aller Beteuerungen meinerseits, diese Murmel nicht rausrücken wollte. Eine Unverschämtheit, die uns das Voranschreiten der Erarbeitung einer Lösung des Rätsels von Wolldorf erschwerte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Irgendwann hatte Inigo genug von diesen Flohzüchtern und schlug vor, dass wir den Müden Flook noch einmal besuchen sollten. Sicherlich eine gute Idee. Ich habe zwar nicht ganz mitbekommen, warum er dort wollte, aber die Idee war so gut, dass sie auch von mir hätte sein können.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;immer-mitten-in-die-fresse-rein&#34;&gt;Immer mitten in die Fresse rein&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Flook lag wie immer in seinem gemütlichen Zimmer im Warmen Haus und begrüßte uns freundlich. Wir erzählten ihm alles, was wir in den Tagen seit unserem letzten Gespräch erlebt hatten aber als es dann um Moloch ging, wurde er irgendwie komisch und fing an herumzudrucksen. Der dicke Kater wusste mehr als er zugeben wollte. Ich redete mit Engelszungen auf ihn ein und auch Ravenna ließ ihren rauen Charm spielen aber aus Flook bekamen wir nichts heraus. Irgendwann platzte Jack wohl der Kragen und er schlug Flook mit seinem Schild voll auf die Nase. Alles war voller Blut und obwohl auch ich wissen wollte, was der dicke Kater uns verheimlichte, so möchte ich mich doch ausdrücklich von solchen Gewaltausbrüchen distanzieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es kam, wie es kommen musste. Flook fing an zu jammern und um Hilfe zu rufen.&lt;/p&gt;
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    </item>
    <item>
      <title>Die vierte Murmel</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-04-12-die_vierte_murmel/</link>
      <pubDate>Fri, 12 Apr 2024 18:10:00 +0200</pubDate>
      <author>hnsstrk</author>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-04-12-die_vierte_murmel/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-10---aus-den-erzaehlungen-von-benjamin-buechernase&#34;&gt;DSK Session 10 - Aus den Erzaehlungen von Benjamin Buechernase&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;waffenstillstand&#34;&gt;Waffenstillstand&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Wir wurden von Ajom Fleckfell in der Milchschenke überrascht. Der werte Herr saß einfach da und trank seine Mäusemilch und wollte mit uns reden. Nach allen was vorgefallen war, war ich mehr als nur ein bisschen erstaunt.  Dennoch führte diese Überraschung zu einem durchaus produktiven Diskurs. So lernten wir mehr über dieses seltsame Hundemonster, dass so schrecklich gewütet hatte. Die Bewohner von Wolldorf nennen es Moloch aber ob es sich bei diesem Namen angesprochen fühlt, vermag ich noch nicht zu bestätigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nichtsdestotrotz soll Moloch schon vor vielen Jahren das erste Mal die braven Bewohner von Wolldorf in Angst und Schrecken versetzt haben. Dabei sollen viele der erwachten Katzen gestorben sein. Die drei Krallen nahmen sich damals der Sache an und verfolgten Moloch bis auf das Schiff. Im Laufe der Jahre kam es zu weiteren Vorfällen, aber Ajom, Perro und Xerana konnten immer wieder helfen. Mit der Zeit fiel ihnen auf, dass Moloch seltener erschien, wenn erwachte Katzen auf dem Schiff ihren Verstand verlieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diesen Umstand machten sie sich zunutze und da Saytan immer wieder Fremde in das Dorf führte, war ein gewisser Nachschub auch sichergestellt. Ajom beteuerte, dass sie nur Quertreiber und Raufbolde auf das Schiff gesperrt hätten, ich bin mir da aber nicht so ganz sicher. Auch wenn er behauptet, dass wir nur auf Grund dieser misslichen Angelegenheit mit Quattre ihre Aufmerksamkeit auf uns gezogen hätten, fehlt mir eine ausreichende Evidenz, dass sie wirklich nur im Sinne des Dorfes handeln wollten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dennoch, diesen Moloch umgibt ein interessantes Geheimnis, dass es zu lüften gilt. So konnte ich auch ruhigen Gewissens einem Waffenstillstand mit den drei Krallen zustimmen. Nun geht es darum diesen seltsamen Köter wieder einzufangen und hoffentlich für immer wegzusperren. Und auch wenn Ajom glaubt, dass nur dieser fiese Quattre stark genug sei es mit Moloch aufzunehmen, so gehe ich doch davon aus, dass ich mir mit all meinen gelesenen Büchern mittlerweile genug Wissen angeeignet habe um es mit einem Hund wie diesem aufnehmen zu können. Außerdem habe ich für die gröberen Tätigkeiten noch immer Inigo und Jack.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber man sollte ja immer schön beim Anfang beginnen. Bislang hatten wir nur drei der fünf Murmeln und ich wurde das ungute Gefühl nicht los, dass diese irgendwie in Verbindung zu diesem Moloch stehen könnten, denn sein wir doch mal logisch… Eine seltsame Begebenheit in einem kleinen Dorf und ein mysteriöses Monster… Ich habe hunderte von solchen Berichten gelesen. Das muss einfach zusammenhängen. Somit war es für mich selbstverständlich, dass wir in den Besitz der fehlenden beiden Murmeln gelangen mussten und meines Wissens befanden sich diese bei den Hunden vor der Stadt und bei Sial Pfotenglück im Maushaus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich schlug meinen Freunden vor, dass wir zu den Hunden sollten. Vielleicht könnten diese uns auch weitere Erkenntnisse über diesen Moloch liefern. Immerhin ist dieser jawohl so etwas wie an Artgenosse.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wieder einmal zeigte sich, dass die anderen ohne mich hoffnungslos verloren wären. Den sofort nach meinem Vorschlag die Hunde aufzusuchen, fingen sie an sich über Kleinigkeiten zu streiten und so blieb es an mir, einen Kompromiss zu finden. Letztendlich konnte ich den Streit damit schlichten, dass wir zum Maushaus gingen.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;im-maushaus&#34;&gt;Im Maushaus&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Schon vor dem Maushaus, zu dem die Menschen wohl auch Krankenhaus sagen trafen wir einige Katzen, die uns darauf hinwiesen, dass wir vor den Menschen nicht in unserer Kleidung herumrennen sollten. Aber, man sagte uns auch, dass wir so viele Mäuse fangen dürften, wie wir wollen. Allerdings sollten wir Sial Pfotenglück unbedingt eine Maus als Gastgeschenk abgeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mäuse fangen, wie uninteressant. Ich wollte meinen Mitstreitern endlich beweisen, dass es auf die Menschen unwiderstehlich wirkt, wenn man sich nackt vor ihnen auf dem Rücken rollt. Leider hatten meine Begleiter wohl ein wenig Angst davor, sich ihr Unrecht eingestehen zu müssen. Daher gingen wir zum Mäusefangen in den Keller.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich möchte kein Läster-Kater sein, aber ich fürchte, dass Ravennas schlanke Gestalt nicht ausschließlich von sportlicher Betätigung herrührt. Wenn sie nicht einen wirklich schlechten Tag hatte, ist sie allem Anschein nach keine sonderlich gute Mäusefängerin. Ruben hingegen gelang es scheinbar mühelos selbst diese seltsamen fliegenden Mäuse zu fangen. Ich selbst konnte drei oder vier der flinken Biester – die ohne Flügel – schnappen und selbstverständlich übergab ich die schönste Maus an Sial. Diese lud uns ein, weiterhin unser Geschick an den Mäusen zu erproben, von denen es wahrlich genug im Maushaus gab. Allerdings warnte sie uns davor einen bestimmten Raum zu betreten.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;zombie-katzen&#34;&gt;Zombie-Katzen&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Auf meine Begleiter ist Verlass. Es gab einen Raum, in den wir nicht sollen und selbstverständlich schlichen sie sich genau in diesen Raum hinein. Es geht doch nichts über die Neugierde einer Katze, auch wenn die anderen immer behaupten, dass nur ich so wäre. Eine infame Unterstellung, wenn ihr mich fragt. Aber ich hätte vermutlich selbst, nach sorgfältigem Abwägen überlegt, ob es nicht vielleicht doch unter Umständen eine Möglichkeit wäre einen Blick in den Raum zu riskieren. Und nun, da die Tür schon einmal offen stand…&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich wollte meinen Augen nicht trauen. In dem Raum liefen Katzen herum. Aufrecht, aber stumpfsinnig, irgendwie als ob sie schlafwandeln. Und sie sahen aus, als ob sie schon halb verwest waren. In meinen Büchern hatte ich schon von so etwas Ähnlichem gelesen, aber in den Beschreibungen ging es immer um menschliche Gestalten, die man Zombie (weiblich Zombiene) nennt. Das dies auch mit uns Katzen geschehen kann war mir neu und ich beschloss diese Dinger genauer zu beobachten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch wenn mein Ansinnen im wissenschaftlichen Sinn, im höchsten Maße ehrenwert und wertvoll war, so musste ich es dennoch at acta legen, um die anderen zu erretten, den diese waren bereits in den Raum gestürmt und wurden nun angegriffen. So ertappte ich mich, während ich einen dieser Unholde erschlug, bei dem Gedanken, dass die Kameraden ohne mich nur schwerlich überleben würden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem wir die untoten ge… ähhh… tötet hatten, stellten wir Sial zur Rede, doch diese bestand darauf, dass sie uns ja gewarnt hätte. Damit das Gespräch nicht gänzlich unfruchtbar bleiben würde, fragte ich Sial nach ihrer Murmel. Diese zog sich daraufhin plötzlich in ihren Aufenthaltsraum zurück und fing an Sachen einzupacken. Während wir, in Anbetracht dieser Unhöflichkeit, sprachlos waren, flüchtete sie an uns vorbei aus dem Keller.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da wir nichts Besseres zu tun hatten, schaute ich mir einen Raum an, den Jack ausfindig gemacht hatte. Dort gab es über einem Regal einen Durchgang zum Erdgeschoss. Ich schlich mich vorsichtig hindurch und fand mich in einer Abstellkammer wieder. Kurze Zeit später folgten mir Inigo, Ravenna, Ruben und Jack.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;bei-den-menschen&#34;&gt;Bei den Menschen&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Um nicht aufzufallen entledigten wir uns unserer Kleidung. Also fast alle. Ravenna hat sich schon ganz schön geziert. Jack hingegen hat uns alle geschockt. Ihm fehlte doch tatsächlich der Beutel… Also die Murmeln… Ich meine, er singt im Knabenchor. Genauer gesagt, er ist ein Eunuch oder Kastrat. Ich frage mich wie es wohl dazu kam und noch mehr frage ich mich, ob ich das überhaupt wissen möchte. Aber er immerhin hat sich nicht so angestellt wie Ravenna.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sei’s drum, endlich konnte ich den anderen mein Geschick beim Beeinflussen der Zweibeiner unter Beweis stellen. Und ich darf sagen, dass mir dies wie immer recht gut gelang. So sehr ich es auch liebe mit den Menschen zu spielen – sie sehen immer so glücklich dabei aus – konnte ich unsere eigentliche Aufgabe nicht vernachlässigen. Sial war entwischt und wir mussten uns im diesem Maushaus umsehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Obergeschoß lagen die kranken Menschen in Betten herum und es roch seltsam. Hinter einem Klavier fanden wir eine Türe zu einem abgeschlossenen Raum, den wir nicht betreten konnten. Aber während ich geschickt die Menschen ablenkte, konnten meine Freunde einen Zugang zu einem Sims über ein Badezimmerfenster finden. Dieser Sims führte zum dem abgeschlossenen Raum und dort fanden wir auch Sial wieder.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Während wir alle unser Bestes gaben Sial in ein Gespräch zu vertiefen, versuchte Ravenna wieder und wieder die Murmel aus einer Schale zu fischen, ohne das es auffällt. Zwar stellte sie sich ähnlich geschickt wie beim Fangen der Mäuse an, aber letztendlich gelang es ihr, und das ist alles, was zählt. Dabei half es sehr, dass Jack Sial gegenüber ansprach, dass Moloch entkommen war, was die Eigentümerin des Maushauses dermaßen tief erschütterte, dass sie nicht mehr mitbekam, was um sie herum passierte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sie sagte auch irgendetwas davon, dass wir alle verloren wären, aber ich halte das für übertrieben. Andererseits war die Gute, auf Grund der Sache mit Moloch, so mitgenommen, dass ich es für besser hielt, ihr etwas Ruhe zu gönnen. So zogen wir uns, mit der vierten Murmel in unserem Besitz, aus dem Maushaus zurück und fanden uns wieder in der Milchschenke ein.&lt;/p&gt;
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    </item>
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      <title>Auf dem Schiff</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-03-23-auf_dem_schiff/</link>
      <pubDate>Sat, 23 Mar 2024 14:10:00 +0100</pubDate>
      <author>hnsstrk</author>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-03-23-auf_dem_schiff/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-8---aus-den-erzaehlungen-von-benjamin-buechernase&#34;&gt;DSK Session 8 - Aus den Erzaehlungen von Benjamin Buechernase&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;die-erkundung-des-schiffes-mit-dem-namen-möwe&#34;&gt;Die Erkundung des Schiffes mit dem Namen Möwe&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Nun saßen wir also auf diesem seltsamen Schiff fest. Die Zugangsbrücke war zerstört und in der Bucht verteilt konnten wir Katzen entdecken, die allem Anschein nach damit beschäftigt waren, wache zu halten. Angesichts dieser verfahrenen Situation hatten wir wenige Möglichkeiten. Ich schlug vor, das aus meiner Sicht Sinnvollste zu tun, unsere hoffentlich vorübergehende Unterkunft zu inspizieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An Deck des Schiffes, so zerfallen es auch war, entdeckten wir Kanonen, die meiner ersten Einschätzung nach, den Lauf der Zeit in durchaus passablem Zustand überstanden hatten. Dies erinnerte mich an einen Bericht, welchen ich der einst gelesen hatte. Hier ritt ein Baron in gewisser Regelmäßigkeit auf den Kugeln, die diese Ungetüme verschossen. Da dies eine durchaus adelige Tätigkeit war, schloss ich, dass unsere gute Ravenna sicherlich durchaus ebenfalls zu solchem Handeln in der Lage sein könnte. Dies würde uns ermöglichen sie auszusenden, um Unterstützung und Hilfe zu holen. Auch die anderen erkannten die Brillanz meiner Idee und beschlossen unsere Erkundung auszudehnen, um nach Schießpulver zu suchen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als wir im Schiff die sterblichen Überreste einer bedauernswerten Kreatur erblickten, überkam mich ein Gefühl des Grauens. Welch schreckliches Schicksal muss sie ereilt haben? Doch es blieb keine Zeit, um in Melancholie zu verfallen, denn wir mussten uns den Herausforderungen stellen, die vor uns lagen. Wir setzten unsere Suche fort und hierbei war mir das Schicksal hold. Ich entdeckte eine gar wundervolle Brille, welche hervorragend zu mir passte, was mir der Neid meiner Kameraden bestätigte. Da ich jedoch der Einzige mit solch einer Sehhilfe war, beschloss ich dieses hübsche Kleinod für mich zu behalten. Das Schiff war immerhin sehr groß und sicherlich würde sich auch noch etwas finden, dass besser zu meinen lieben Freunden passen würde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Begegnung mit Sakura, der Gefährtin der verblichenen Alice, war von tiefer Traurigkeit geprägt. Ihre Schilderungen von Geistern und dem Wahnsinn, der ihren Gefährten befallen hatte, ließen mich erschaudern. Doch ich schwor mir, alles in meiner Macht Stehende zu tun, um Licht in diese düstere Angelegenheit zu bringen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Entdeckung zweier Fragmente einer Art Schatzkarte erfüllte mich mit Aufregung. Hier war ich in meinem Element und konnte meine Freunde und Kameraden nach Leibeskräften mit den zahllosen Schätzen meines Wissens und Verstandes bereichern.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;meine-freunde-benehmen-sich-seltsam&#34;&gt;Meine Freunde benehmen sich seltsam&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Während ich noch einige der vielen Tücher und Stoffe im Bauch des Schiffes, dies nennt man tatsächlich so, obwohl ein Schiff selbstverständlich keinen Bauch, im eigentlichen Sinne des Wortes hat, inspizierte begannen die anderen schon einen weiteren Lagerraum zu durchstöbern. Mit meiner neuen Brille und den vielen Stoffen bot sich mir ein besonders schönes Spiel der Farben, welches ich trotz der Tatsache, dass wir Gefangene waren, sehr genoss.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider blieb mir nicht allzu viel. Mein Anstand gebot mir, meinen Freunden schnellstmöglich wieder zur Hand zu gehen. Doch als ich diese im dem anderen Lagerraum erblickte, fielen meine Augen auf eine seltsame Szene. Die Kameraden schlugen mit ihren Waffen gar wild um sich. Selbst mit meiner neuen Brille auf der Nase gelang es mir nicht zu erkennen, was wohl in sie gefahren sein mochte. Sie wollten auch auf keinen Fall von ihrem Tun ablassen. Ravenna forderte mich sogar auf, mich an diesem bunten Treiben zu beteiligen. Als der wohl erzogene Kater der ich nun mal war, tat ich ihr diesen Gefallen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Natürlich bin auch ich zuweilen der ein oder anderen Kinderei zugetan und weiß auch ein wenig Schabernack zu schätzen. Momentan sah ich mich jedoch von Umfang und Inhalt mehr unserer eigentlichen Aufgabe, das Schiff zu erkunden, zugetan. Und das seltsame Gemurmel und Gesinge aus einer Ecke des Raumes lud mich dazu ein, ihm auf den Grund zu gehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als ich Kieran bei seinem abscheulichen Ritual ertappte, war ich zutiefst erschüttert. Welch Wahnsinn muss ihn befallen haben, dass er bereit war, die Seele seiner Gefährtin zu opfern? Doch dank meines unvergleichlichen Mutes und den Kampfkünsten meiner Freunde gelang es uns, ihn zu überwältigen und Alanna zu retten. Leider musste ich auch wieder zu meiner alten Brille wechseln, da die Sehschärfe der neuen Brille nicht optimal zu den Bedürfnissen meiner Augen passte.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;die-kajüte-des-kapitäns&#34;&gt;Die Kajüte des Kapitäns&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Die Kapitänskajüte offenbarte weitere Mysterien. Der schwebende Goldfisch im Glas war ein höchst interessantes Rätsel, welches ich zur rechten Zeit unbedingt lösen sollte. Doch vorerst sehen wir uns weiter um. Die Logbücher des Schiffes und eine gar bissige Schatztruhe banden meine Aufmerksamkeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dann erschien er - der gewaltige Geist eines Menschen, der die Kajüte in Aufruhr versetzte. Seine Stimme dröhnte in meinen Ohren und ich erkannte, dass wir es mit einer Macht zu tun hatten, die jenseits unseres Verständnisses lag.&lt;/p&gt;
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    </item>
    <item>
      <title>An Tagen wie diesen</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-02-10-an_tagen_wie_diesen/</link>
      <pubDate>Sat, 10 Feb 2024 18:51:00 +0100</pubDate>
      <author>hnsstrk</author>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-02-10-an_tagen_wie_diesen/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-7---aus-den-erzaehlungen-von-benjamin-buechernase&#34;&gt;DSK Session 7 - Aus den Erzaehlungen von Benjamin Buechernase&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;in-der-milchschenke&#34;&gt;In der Milchschenke&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Nach dem Entsetzen bezüglich der Untat, die dieser verwerfliche Quattre an dem armen Five verübt hatte, wollten wir uns eigentlich erst einmal von dem Schock erholen und in der Milchschenke zu neuen Kräften kommen. Allerdings war uns diese Erholung nicht vergönnt. In der Taverne fanden wir eine völlig aufgelöste und mit den Tränen kämpfende Lysa vor. Die herzensgute Wirtin der Milchschänke war aus einem uns unbekannten Grund zutiefst erschüttert und wie es sich für einen wohlerzogenen Kater gehört nahm ich mich der Guten an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach dem wir sie ein bisschen beruhigen konnten, berichtete sie uns, dass die Drei Krallen unseren gemeinsamen Freund Saytan verhaftet und weggeschleppt hatten. Da wir nun schon einige Tage das Treiben in Wolldorf aus erster Hand genossen und auch schon unsere eigenen Erfahrungen mit diesem angespannten Trio gemacht hatten, waren auch wir um das Wohl des Freundes besorgt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da sich die Drei Krallen sehr oft im Tanzsaal aufhielten beschlossen wir, dass es das Sinnvollste ist unsere Suche dort zu beginnen. Sollten wir sie dort nicht antreffen, so ist doch immer eine Vielzahl von Katzen und Katern dort versammelt die vielleicht das ein oder andere mitbekommen haben oder wissen.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;im-tanzsaal&#34;&gt;Im Tanzsaal&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Nun, ich war mir der Tatsache, dass wir einen Tanzsaal betraten, durchaus bewusst. Dennoch verwunderte mich der Auftritt, den Ravenna an den Tag legte, indem sie, zugegebenermaßen leichtfüßig, durch die Räumlichkeiten tanzte. Immerhin ging ich davon aus, dass wir in Erfahrung bringen, was mit Saytan geschehen war und nicht etwa eine heiße Sohle aufs Parkett legen wollten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit den anderen Freunden nahm ich erst einmal an einem Tisch Platz und sah mich ein wenig um. Nach einiger Zeit fiel mir ein Kätzchen ins Auge, dass mit drei Katern an einem Tisch auf der gegenüberliegenden Seite des Tanzsaals saß. Es schien aus einem unbekannten Grund Streit in dieser Runde zu geben und die hübsche Dame wurde doch arg bedrängt. Ein Umstand, den mein Ehrgefühl nicht auf Dauer tolerieren konnte, daher überließ ich meine Kameraden sich selbst und begab mich zu dem Tisch der Dame.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie sich herausstellte war sie sehr nett, aufgeschlossen und wusste Bildung durchaus zu schätzen. Auch an Mut und Abenteuerlust fehlte es ihr, im Gegensatz zu ihren Begleitern, nicht. So wollte sie beispielsweise eines Tages Havena besuchen. Mein Anstand gebot mir selbstverständlich mich als Führer in der großen Stadt anzubieten, was sie dankend annahm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine interessierte und informierte Katze hatte ich da kennengelernt. Sie wusste sogar einiges über Saytan und die Drei Krallen zu berichten. So kam es wohl des Öftern zu Unstimmigkeiten zwischen unserem Freund und dieser selbsternannten Ordnungsmacht von Wolldorf, weil Saytan angeblich zu neugierig war. Und wenn die Drei Krallen ihn mitgenommen hätten, so wusste sie zu berichten, dann wäre er nun vermutlich in der Zelle, einem Pferdestall im Südosten des Dorfes. Aber so angespannt das aktuelle Verhältnis auch war, es gab wohl auch andere Zeiten, in denen Saytan vor allem Xerana Leichtfuß recht nahegekommen sein sollte, es vielleicht sogar eine Liebelei gab.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Selbstverständlich musste ich meinen Gefährten von dem Gelernten berichten, was ich auch tat, nachdem sich Ravenna bei uns eingefunden hatte. Leider wurde unsere vertrauliche Runde rüde von einem Kater gestört, welcher sich von Ravenna etwas zu lasziven Getanze ermutigt, fühlte sie anzusprechen. Obwohl der Freier sein Bestes tat, um die Liebe zu beeindrucken musste er sich ihrem schroffen Wesen geschlagen geben. Zu wurde aus seinem Versuch ihr den Hof zu machen doch eher ein Verhör, das sie an ihm durchführte. So konnten wir zusätzlich zu den Informationen, die ich bereits gesammelt hatte, noch in Erfahrung bringen, dass es in letzter Zeit bisweilen hauptsächlich zwischen Xerana und Saytan zum Streit kam, ein Umstand der mich hinsichtlich der Art und Weise wie sich die Beziehung der Beiden entwickelt hatte, nicht sonderlich verwundert. Währenddessen versuchte Perro wohl meist sich aus der Sache herauszuhalten. Ravennas Freier konnte uns letztlich sogar den Weg zum Pferdestall nennen und wir nutzten diese Gelegenheit, um unverzüglich aufzubrechen.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;die-zelle&#34;&gt;Die Zelle&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Am Pferdestall – der Zelle – angekommen wurden wir von einem weit geöffneten Tor begrüßt. Erwartungsgemäß, aber dennoch zu unserem großen Bedauern, saßen Wachen im Gebäude und zwei davon direkt am Eingang. Zwar konnte Rubens Witz, dass wir die Wachablösung seien, kurzfristig die Stimmung heben, als aber dann Ravenna in den Pferdestall stürmte, kam es ohne Umschweife, zu einer handfesten Auseinandersetzung, bei welcher ich doch so einiges Leid ertragen musste. Dennoch gelang es mir taktisch geschickt zu agieren und stets die Lage im Auge zu behalten. Dies ermöglichte es mir, während unsere Gegner noch versuchten, die anderen abzulenken und zu verwirren, indem sie die Pferde scheu machten, unseren verschollenen Freund Saytan auf dem Dachboden des Pferdestalls zu entdecken. Leider wurde dieser schwer bewacht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Damit nicht noch mehr Blut vergossen wurde, überzeugte ich meine Gefährten, den letzten unserer Gegner am Leben zu lassen und so konnte dieser die Wachen auf dem Dachboden davon überzeugen aufzugeben und nachdem sie gemeinsam abgezogen waren, begaben wir uns zu Saytan. Er hatte zwar schon mal bessere Tage gesehen, aber ich muss gestehen, dass es mir da nicht viel besser ging. Vermutlich muss ich Ravenna und Ruben eines Tages ein wenig Taktik und Zurückhaltung vermitteln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Dach des Pferdestalls war zu Teilen eingestürzt und unter den zerbrochenen und zersplitterten Balken waren Blutflecke zu erkennen. Als wir Saytan darauf ansprachen, wusste er nicht viel darüber zu berichten, nur dass dies schon so war, als er hierhergebracht wurde. Allerdings hatte man einen arg geschundenen Körper davongetragen, bei dem es sich vermutlich um einen Hund gehandelt haben könnte. Aber dies, so betonte er, könne er nicht mit Gewissheit sagen, da nicht mehr viel zu erkennen war, was eine Identifikation ermöglicht hätte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was die Drei Krallen dazu veranlasst hat, ihn hier festzusetzen konnte er uns auch nicht sagen. Das sie sich wie eine Art diktatorische Polizei gebaren, das war nichts Neues. Doch wurde bisher wohl niemals jemand aus Wolldorf von ihnen bedroht. Ortsfremde, oder allgemein Reisende von Auswärts mussten hingegen recht häufig unter ihnen Leiden oder besser gesagt wurden recht schnell und recht unfreundlich aus dem Dorf gebracht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Während die anderen noch irgendwelche Nebensächlichkeiten mit Saytan diskutierten, drehten sich meine Gedanken immer mehr um das eingestürzte Dach. Ich vermag nicht mit Bestimmtheit zu sagen, was mich daran gestört hatte. Vielleicht war der Schutthaufen zu groß für die Lücke im Dach, vielleicht war es aber auch der zu große Blutfleck. Irgendetwas stimmte hiermit ganz und gar nicht. Daher überzeugte ich die Freunde ihren munteren Plausch zu unterbrechen und sich dieser Sache einmal genauer anzunehmen. Und was soll ich sagen, zu meinem großen Bedauern hatte ich wie üblich Recht. Unter all dem Holz fanden wir die sterblichen Überreste einer Katze, welche Saytan als Alice erkannte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alice, wer zum Teufel ist Alice, fragte ich mich. Es schien, als hätte uns Saytan zwar schon immer viel aber niemals alles erzählt und dies war der Zeitpunkt dies nachzuholen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Saytan schon lange versuchte, das Rätsel des Tempels zu lösen wussten wir ja bereits aber, dass er schon zu anderen Gelegenheiten mit anderen Gruppen zusammengearbeitet hatte, war uns bislang unbekannt. Zu einer Gruppe, die ihm vor etwa einem Monat wenig erfolgreich geholfen hatten, gehörte Alice. Da aber ein Kater, und zwar ein besonders Großer, aus der Gruppe in Wolldorf für Unmut gesorgt hatte, wurden alle Fünf von den Drei Krallen aus dem Dorf gejagt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Je länger Saytan von den Ereignissen berichtete, desto sicherer wurde er, dass es sich bei dem Verstorbenen nicht um, wie zuerst vermutet, einen Hund, sondern um den Kater gehandelt hatte, der vor vier Wochen für Ärger sorgte. Vermutlich wurden dieser und Alice die ganze Zeit über hier gefangen gehalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mir war klar, dass wir dem dringend auf den Grund gehen mussten. Irgendetwas war hier ganz und gar nicht in Ordnung und die Drei Krallen waren mit dafür verantwortlich. Daher schien es mir ein Umstand von äußerster Dringlichkeit zu sein, Saytan von den Geschehnissen des heutigen Tages in Kenntnis zu setzen und ich bat Ruben zu berichten. Saytan war zutiefst schockiert und betonte, dass sogar die Drei Krallen Angst vor Quattre hatten.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;piratenschiff-möwe&#34;&gt;Piratenschiff Möwe.&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Zwar sprachen wir über bedeutende Ereignisse und weitreichende Erkenntnisse, aber wir hatten auch die Wachen abziehen lassen und es konnte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die Drei Krallen hier auftauchen würden. Daher gemahnte ich meine Freunde zur Eile. Doch es war bereits zu spät. Viel zu spät, um präzise zu sein. Im Erdgeschoss des Stalles erwarteten uns bereits Perro, Xerana und Ajom zusammen mit 20 Wachen. Es wird mir sicherlich ein ewiges Rätsel bleiben, wo sich all diese Katzen in dem beschaulichen Wolldorf versteckt hatten, aber nun waren sie hier und nahmen uns mit zu einem Schiff. Aus Gesprächen der Wachen erfuhr ich, dass es sich sogar um ein Piratenschiff handelte, welches Möwe genannt wurde. Wir mussten über eine sehr wackelige Hängebrücke und auf das Schiff klettern und kaum hatten wir es betreten, schoss eine Katze, eine der Bedauerlichen, die nicht erwacht waren, auf allen Vieren an uns vorbei und sprang über die Brücke auf das Festland. Ich war, ob des Umstandes, dass diese Katze ein Kleid trug zu verwundet, um mitzubekommen, dass die Wachen direkt im Anschluss die Seile der Brücke kappten und wir an Board gefangen waren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine nicht erwachte Katze in einem Kleid, das war entweder sehr seltsam oder ein sehr schlechter Scherz. Aber an Tagen wie diesen muss man wohl mit allem rechnen.&lt;/p&gt;
</description>
    </item>
    <item>
      <title>Blutige Murmel</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2024-01-13-blutige_murmel/</link>
      <pubDate>Sat, 13 Jan 2024 20:57:36 +0100</pubDate>
      <author>hnsstrk</author>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2024-01-13-blutige_murmel/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-6---aus-den-erzaehlungen-von-benjamin-buechernase&#34;&gt;DSK Session 6 - Aus den Erzaehlungen von Benjamin Buechernase&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nach unserem Einkauf gönnten wir uns zunächst erst einmal einen Tag Ruhe. Immerhin lebt der kreative Geist von seiner Ausgeglichenheit. Und da es auch dem Körper an nichts fehlen sollte freute ich mich um so mehr über das feine Abendmahl, dass Saytan Wollsammler für uns organisiert hatte. Zwar trübten die drei primitiven Kater am Nachbartisch meine Freude ein wenig, doch wurde ich vom Lächeln einiger hübscher Kätzchen mehr als entschädigt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unser Gespräch drehte sich wie üblich um die fünf Murmeln und darum, wie es uns gelingen könnte diese zu erlangen. Da wir bislang erst im Besitz einer einzigen roten Glaskugel waren, hatten wir eine Vielzahl an Möglichkeit uns weiter kundig zu machen und Orte an denen wir suchen konnten. Da wir jedoch schon in der Nacht zuvor bei Grauauge waren und viele von uns Glitzer und Tand erworben hatten, welchen man an die gute Warna Perlenglanz verschenken konnte, empfahl ich, dass wir diesen Plan zu Ende führen sollen bevor wir uns wegen eines andere streiten. Dankeswerterweise scheint auch so langsam etwas von meiner Vernunft auf meine Kameraden abzufärben und so konnten wir uns der Umsetzung unseres Vorhabens widmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Warna hat ihr Revier in den Werkstätten, welche in einem recht großen Haus untergebracht waren. Im Erdgeschoss befand sich sogar eine Taverne der Menschen, welche zu unserem Glück aber leer war. Selbst die Wirtin schien heute früh zu Bett zu gehen zu wollen. Glücklicherweise verschwand sie auch recht schnell durch eine Tür und wir hatten Ruhe. Dennoch schlich ich und duckte mich geschickt hinter Tischen und Stühlen. Leider erbrachte meine Suche um Erdgeschoss keine neuen Erkenntnisse und schloss ich mich den anderen auf ihrem Weg ins Obergeschoss an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Obergeschoss stocke uns allen der Atem. Auf dem Boden lag das Fell einer riesigen toten Katze. Oder bessere es Katers, worauf die Mähne schließen ließ. Den schockierten und verwirrten Freunden konnte ich berichten, dass es sich bei diesem prächtigen Exemplar einer Katze um einen sogenannten &lt;strong&gt;Löwvon&lt;/strong&gt; handelte. Diese ist der größte Vertreter unserer Art. Allerdings ist mir noch nicht zu Ohren gekommen, dass es unter diesen Großkatzen ebenfalls Erwachte gäbe. Zu gerne hätte ich mein Wissen über unsere großartigen Verwandten mit meinen Freunden geteilt, doch war dies nicht die rechte Zeit und auch nicht der rechte Ort.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&#34;article-figure&#34;&gt;
  &lt;img src=&#34;loewvon.webp&#34; alt=&#34;Der Löwvon, eine mysthische Kreatur aus fernen Ländern&#34; loading=&#34;lazy&#34; /&gt;
  &lt;figcaption&gt;Fell eines Löwvon, gefunden bei Warna&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;&lt;p&gt;Wenn auch die ein oder andere Wissenslücke an diesem Abend unausgefüllt blieb, so trafen wir doch Warna und vier ihrer fünf Perlen. Handelt es sich um die werten und geschätzten Kater Uno, Dos, Tri und Five. Lediglich Quatre begegneten wir – wie sich letztlich herausstellen wird, zu unserem Glück – nicht. Sie alle waren sehr hilfsbereit und freundlich, doch zu unserem Leidwesen war keiner im Besitz der, so erführen wir, lila Murmel. Warna beschenkte ihre Perlen regelmäßig mit solchen Gaben und die besagte Murmel ging wohl an Quatre.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir hatten aber Glück im Unglück. Five, der vor Rubens beeindruckendem Sprung, der ungeschlagene Champion um Wollhimmel war, bot uns an, dass er die Murmel für uns besorgen würde, wenn Ruben ihn in einem Duell der Sprünge schlagen würde. Damit unsere kleiner Ruben nicht allein und mit der ganzen Last der Verantwortung auf seinen Schultern springen musste, erklärten Ravenna und ich uns bereit ebenfalls mit anzutreten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So fanden wir uns am nächsten Abend alle im, bis zum Platzen gefüllten, Wollhimmel ein. Wir sprangen in drei Gruppen mit steigendem Schwierigkeitsgrad. Ravenna trat gegen Dos an und ich stellte mich Tri. Ruben trat selbstverständlich gegen Five an, um die größten Kunststücke aufzuführen. Erneut waren uns die Ahnen hold und gemeinsam konnten wir den Wettkampf für uns entscheiden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Five war ein Kater der zu seinem Wort stand. Zwar erbat er sich ein wenig Zeit und eine ähnliche Murmel in derselben Farbe, aber tags drauf brachte er uns die lila Murmel. Dies tat er jedoch nicht ohne Worte der Warnung, dass wir uns von Quatre in Acht nehmen sollten. Dies tat er wohl auch zurecht. Am nächsten Morgen wurden wir durch aufgeregtes Geplapper und Gerufe der Katzen des Dorfes geweckt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf dem Dach eines Hauses stand Quatre, der einen mächtig mitgenommenen Five am Kragen hatte und ihn beschimpfte und beschuldigte. Dann tat er das unaussprechliche und ermordete seinen Kameraden. Es war eine furchtbare Tragödie und es wurde noch schlimmer. Der Grund für diese Grausamkeit war die lila Murmel, die wir von Five erhalten hatten und Quatre wollte sie zurück.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wo sind wir da nur hineingeraten?&lt;/p&gt;
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    </item>
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      <title>Die Suche nach den Murmeln beginnt</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-12-23-die_suche_nach_den_murmeln_beginnt/</link>
      <pubDate>Sat, 23 Dec 2023 13:13:33 +0100</pubDate>
      <author>hnsstrk</author>
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      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-5---aus-den-erzaehlungen-von-benjamin-buechernase&#34;&gt;DSK Session 5 - Aus den Erzaehlungen von Benjamin Buechernase&lt;/h2&gt;
&lt;h3 id=&#34;milchschenke&#34;&gt;Milchschenke&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Wir beschlossen uns einen Tag Ruhe zu gönnen, bevor wir uns am nächsten Abend erneut zusammensetzten. Ich hatte hervorragend geschlafen und beglückwünschte mich zu der Entscheidung die Nacht nicht auf dem Boden im kalten Lager sondern in einer gemütlichen Kiste zu verbringen. Doch mit dem Beginn des Abends begann auch der Streit darüber, wie wir am ehesten die Murmeln finden könnten. Saytan Wollsammler war sich nicht recht sicher wo sich diese befinden. Er vermutete, dass die bedeutendsten Katzen von Wolldorf vielleicht jeweils eine Murmel hätten aber auch die Menschen könnten noch welche haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie es scheint, haben meine Kameraden endlich ein Verständnis für meine Niedlichkeit und deren Wirkung auf die Menschen entwickelt, denn sie schlugen vor, dass ich die Zweibeiner auf bewehrte Weise ablenken könnte, damit sie deren Häuser durchsuchen könnten. Aber so vernünftig dieser Plan auf den ersten Blick erscheinen mag,&amp;hellip; Mein kostbares Fell würde fürchterlich unter so vielen Streicheleinheiten leiden. Dies und die Tatsache, dass Saytan sich nicht sicher war, ob die Menschen überhaupt noch im Besitz einer Murmel sind, zwang mich, meinen Kameraden von diesem Vorhaben abzuraten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da wir nicht wirklich viel über die Geschichte der Murmeln wussten und da Saytan sich scheinbar auch nie sonderlich viel Mühe gemacht hatte, diese Geschichte zu ergründen bat ich die gutherzige Wirtin Lysa Taubenfeder uns zu berichten, was ihr darüber bekannt sei, und wie es aussah fand das Ganze schon vor einiger Zeit statt. Zumindest vor Lysas Erwachen. Damals beobachteten die ersten erwachten Katzen, dass der wichtigste Mensch im Dorf immer ein Säckchen, sie war sich nicht sicher ob lila oder rot, mit sich herum trug. Dies machte die Katzen neugierig. Viele machte sich erfolglos daran, das Säckchen zu stehlen doch es dauerte, bis es schließlich einem Kater gelang. So kamen die Katzen zu den fünf Murmel und ihrer Natur folgend fingen sie recht schnell an sich zu streiten, wer diese Murmel den nun haben dürfte. In dieser Zeit gelang es Renzo Kehlenbiss und seinen Kläffern eine der Murmeln zu erbeuten. Nach diesem Vorfall einigten sich die Katzen darauf, dass jeweils eine der Murmel an die wichtigsten Katzen von Wolldorf gehen sollte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem wir der Geschichte gelauscht und ich in meiner generösen Art, der hübschen Wirtin eine Sahne spendiert hatte, stecken wir wieder unsere Köpfe zusammen und versuchten einen Überblick über die Situation zu erhalten. Wenn wir alles berücksichtigten, was wir bislang erfahren hatten könnten wir davon ausgehen, dass nur die wichtigsten und bedeutendsten Katzen von Wolldorf in den Besitz einer der Murmeln waren. Dies waren unserer Meinung nach, die drei Krallen, der müde Flook, Sial Pfotenglück und Warna Perlenglanz. Darüber hinaus, hatten mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die Köter, die früher das Dorf unsicher machten, eine der Murmeln erbeutet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wieder wollte die Gruppe sich zuerst an die Menschen des Dorfes wenden, diesmal um mit ihnen zu sprechen. Da einige meiner Kameraden zwar in der Lage waren die Worte der Zweibeiner, meist mehr schlecht als recht, zu verstehen, ich aber der Einzige war der deren Sprache auch sprechen konnte, beschloss ich, dass dies keine sonderlich gute Idee sei und schlug vor, dass wir zuerst einmal den müden Flook besuchen sollten. Zwar wurde noch kurz diskutiert ob man nicht auch einfach mal versuchen könnte irgendwelche anderen Murmeln in den Sockel der Statue einzusetzen, aber auch hier bestand ich darauf, dass dies dem nötigen Mystizismus nicht gerecht werden würde und das wir als Katzen auf keinen Fall so plumpe Wege beschreiten sollten. Am Ende verlieren wir noch unseren brillanten Geist und wären nicht besser als die Katzen die Aphasmas Segen nicht erhalten hatten.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;das-warme-haus&#34;&gt;Das warme Haus&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Wir gingen also zum müden Flook. Dieser residierte im Warmen Haus, einem traumhaften Ort an dem die zweibeinigen Riesen das Fleisch der geschlachteten Wolltiere räucherten. Auch hier schlugen meine Gefährten vor, dass ich mich ausziehen solle um die Menschen abzulenken. So sehr ich mich auch darüber freute, dass sie nun endlich zur Vernunft kamen und einsehen, dass dies fast immer funktionierte,&amp;hellip; Bedauerlicher Weise musste ich sie belehren, dass es unhöflich sei, die Menschen einer anderen Katze zu beanspruchen und um die Pfote zu wickeln. Nachdem wir eine Runde um das Warme Haus geschlichen waren - das gehört sich so für Katzen - und festgestellt hatten, dass die Menschen noch wach waren, riefen wir Flook, welcher uns empfahl, durch den Nebeneingang ins Haus zu kommen, damit wir uns mit ihm unterhalten konnten. Der Nebeneingang führte jedoch zu der Kammer in der das Fleisch der Wolltiere gelagert wurde. Dort konnten Jack und Ruben sich nicht beherrschen und begannen zu futtern, was in mir einmal mehr der Frage aufwarf, ob Aphasma wirklich alle Katzen im gleichen Maße mit einem Verstand gesegnet hatte oder ob dieser bei manchen Katzen nur ab und zu mal aufflackert. Kurz entschlossen packte ich die Beiden an ihren Ohren und zog sie weiter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Obergeschoß trafen wir den müden Flook, einen Kater der so fett war, dass ich mich fragte ob er sich überhaupt schon einmal bewegt hat oder ob er nur da saß und fraß. Immerhin kannte er die Geschichte der Murmeln und berichtet uns auf unsere Nachfrage hin gerne davon. So erfuhren wir, dass ihm seinerzeit eine der Murmel gebracht wurde. Die anderen Murmeln gingen an Warna Perlenglanz, die drei Krallen und Sial Pfotenglück. Außerdem konnte uns Flook bestätigen, dass Renzo Kehlenbiss einer der Murmel hatte. Und so wähnten wir uns schon auf einem guten Wege, als der fette Kater gestand, dass er seine Murmel verloren hatte&amp;hellip; Ausgerechnet beim Sport! Er versicherte aber, dass dies nur am Badetümpel oder im Wollhimmel passiert sein konnte.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;badetümpel&#34;&gt;Badetümpel&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Auch wenn ich nicht wirklich glauben wollte, dass der fette Kater jemals seine Kammer verlassen hatte, fügte ich mich in mein Schicksal und schloss mich meinen Gefährten auf dem Weg zum Badetümpel an. Dieser, so muss ich gestehen war wunderschön. Gerne hatte ich dort einige Stunden mit einem guten Buch verbracht oder einfach mal ein wenig Müßiggang genossen aber die anderen fingen sofort an, alles abzusuchen. Nachdem Jack im Gebüsch Bekanntschaft mit einer Schlange gemacht und Ruben in den Weiher gefallen war, kamen auch die anderen endlich zur Einsicht, dass wir hier keine Murmel finden würden, und so zogen wir weiter.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;wollhimmel&#34;&gt;Wollhimmel&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Der Wollhimmel war ein beeindruckender Ort, an dem das Fell gelagert wurde, das die Menschen den Wolltieren abgenommen hatten, und allem Anschein nach wollten diese dort auch keine Nager haben. Orte, an denen die Menschen keine Nager mögen, sind oft Paradiese für uns Katzen, und hier war es nicht anders.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das bunte Treiben der örtlichen Katzen war ein fröhlicher Reigen. Sie sprangen geschickt von einer Palette unter dem Dach aus in einen großen Haufen Fell und vollführten dabei Kunststücke, die in ihrer Eleganz kaum zu übertreffen waren. Nichts deutete darauf hin, dass der müde Flook hier jemals irgendwelche verborgenen Talente zeigen wurde. Daher hatte ich wenig Hoffnung, dass wir hier seine verlorene Murmel finden wurden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jack, getrieben von einem unstillbaren Drang sich zu beweisen, schien aber auch nicht mehr sonderlich von Wichtigkeit unserer Suche erfüllt zu sein. Er zögerte keine Sekunde und sprang kopfüber in den Wollhaufen, leider ohne jeglichen Stil und mit dem Gesicht voran. Ravenna, sonst immer betont anmutig und voller Elan, sprang ebenfalls, leider fehlte ihr die Eleganz und so erreichte sie nicht das ersehnte Maß an Bewunderung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass auch ich mich dem Zauber des Moments nicht entziehen konnte und mich in einem für einen Anfänger überraschend beeindruckenden Sprung in den Haufen warf, was mir einiges an Beifall einbrachte. Doch all dies verblasste im Angesicht dessen, was wir als Nächstes erleben sollten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dann trat Ruben, unser kleines Pummelchen, vor. Auf seinem Weg zum Absprung breitete sich eine Aura der Anmut um ihn herum aus, die in ihrer Intensität und Reinheit jeden anwesenden Katzengeist ergriff. Er nahm Anlauf, und in diesem Moment schien die Zeit stillzustehen. Mit einer Grazie, die seiner stämmigen Gestalt Hohn sprach, vollführte Ruben einen Sprung, der die Grenzen des Vorstellbaren sprengte. Er schwebte durch die Luft, als wäre er ein Geschöpf des Himmels, sein Körper bewegte sich in einer engelsgleichen Eleganz, die jedes Herz zum Stillstand brachte. Jede Phase seines Sprungs war ein Meisterwerk der Akrobatik, ein Ballett in der Luft, das von einer unsichtbaren himmlischen Kraft getragen zu sein schien. Rubens dreifacher Salto mit doppelter Schraube war nicht von dieser Welt. Es war, als hätte eine höhere Macht seine Bewegungen gelenkt, als wäre er der Auserwählte, dem es bestimmt war, die Grenzen der Schwerkraft zu überwinden. Als Ruben schließlich landete, war es nicht einfach eine Landung – es war die sanfte Berührung eines Engels, der auf Erden wandelt. Die Perfektion seines Sprungs war so überwältigend, dass sie jeden Anwesenden in einen Zustand der Ehrfurcht versetzte. In diesem Moment war Ruben mehr als nur ein Kater – er war ein Bote des Himmels, ein Symbol der Hoffnung und des Wunders. Sein Sprung war eine Offenbarung, die in die Annalen der Katzengeschichte eingehen würde. Er hatte nicht nur den Wollhaufen erreicht, er hatte das Unmögliche möglich gemacht und die Herzen aller Anwesenden für immer erobert. Ruben hatte nicht nur den Himmel berührt, er hatte sich in ihn hineingewebt, ein ewiges Zeichen der Schönheit und des Wunders. Doch all das verblasste, als er sich mit Armen und Beinen rudernd, aus dem Fellhaufen heraus kämpfte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem Ruben seinen atemberaubenden Sprung vollendet hatte trat Inigo, selbstsicher nach vorn. Er schien entschlossen, Rubens unglaubliche Leistung noch zu übertreffen. Mit einem Blick voller Zuversicht und einer Haltung, die keine Zweifel an seinen Absichten ließ, ging er zum Absprungpunkt. Jeder von uns hielt den Atem an, gespannt auf das, was kommen würde. Inigo setzte zum Sprung an, ein Bild der Entschlossenheit. Doch das Schicksal hatte andere Pläne. Statt eines eleganten Bogens durch die Luft endete sein Versuch, ganz ähnlich wie der von Jack, und er landete voll auf dem Gesicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dennoch ereilte uns sein zweites Wunder und Ravenna fand tatsächlich die verlorene Murmel von Flook. Dies nahmen wir zum Anlass uns in der Milchschenke mit Saytan zu treffen um das weitere Vorgehen abzustimmen.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;käseparadies&#34;&gt;Käseparadies&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;In der Taverne genossen wir einige der Köstlichkeiten die die gute Lysa ihren Gästen feilbot und berieten uns. Ich schlug vor, dass wir uns als nächstes den drei Krallen zuwenden sollten, und Saytan empfahl uns, dass wir für Perro Gnadentod unbedingt ein Stück Käse mitbringen sollten, da dieser eine Schwäche für dieses geronnene Milchprodukt hatte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wem im Wolldorf der Sinn nach Käse stand, der begab sich ins Käseparadies und dies traf sowohl auf die Menschen als auch auf die Katzen zu. Allerdings gab es noch eine weitere Spezies, die man kaum von dieser Köstlichkeit abhalten konnte. Zu fortgeschrittener Stunde, als die Menschen schon in ihren Betten lagen, war die Ratten die Herren des Hause. Diesen Biestern ließen wir jedoch keine Chance und machten kurzen Prozess mit ihnen. Sicherlich werden die Menschen am nächsten Morgen überglücklich sein, viele tote Nager in ihrem Laden zu finden. Wir nahmen uns den verdienten Lohn in Form von einigen Stücken des besten Käses und zogen mit guten Gewissen von dannen.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;tanzsaal&#34;&gt;Tanzsaal&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Trotz Käse lief es im Tanzsaal nicht so toll. Sowohl Jack als auch Ravenna diskutierten lange und ausgiebig mit Perro Gnadentod, Ajom Fleckfell und Xerana Leichtfuß ohne, außer deren Unwillen, irgendetwas zu erreichen. Nun müssen wir wohl davon ausgehen, dass sie uns, die wir nun mal Fremde im Dorf sind, als Unruhestifter im Auge behalten werden. Da selbst ich hier keine Weg mehr sah, in irgendeiner Weise, mit den drei Krallen zu einer Einigung zu gelangen, empfahl ich, dass wir unser Glück zunächst bei Warna Perlenglanz versuchen sollten.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;shopping&#34;&gt;Shopping&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Da wir bereits um Warnas Schwäche für alles Glänzende wussten hielt ich es für angebracht einen Abstecher zum Grauauge in Pferdestall zu machen. Dort deckten wir uns, in der Hoffnung etwas Schönes für Warna zu finden, ausgiebig mit schönen Dingen ein.&lt;/p&gt;
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    </item>
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      <title>Reise nach Wolldorf</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-12-09-reise_nach_wolldorf/</link>
      <pubDate>Sat, 09 Dec 2023 20:12:32 +0100</pubDate>
      <author>hnsstrk</author>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-12-09-reise_nach_wolldorf/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-4---aus-den-erzaehlungen-von-benjamin-buechernase&#34;&gt;DSK Session 4 - Aus den Erzaehlungen von Benjamin Buechernase&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Es war ein Abend, der in der Taverne von Layla Goldschimmer seinen Anfang nahm, ein Abend, der in seiner scheinbaren Friedfertigkeit den Auftakt zu einer Reihe beunruhigender Ereignisse markierte. Wie es oft bei solchen Gelegenheiten der Fall ist, widmeten wir uns, ahnungslos über das, was kommen sollte, den vielfältigen Freuden des Daseins. Ich, in meiner erlesenen Vorliebe für kulinarische Genüsse, ergötzte mich an einem Glas Mäusemilch, während Ravenna, stets bereit für eine Auseinandersetzung, sich in Streitigkeiten verstrickte. Die anderen unserer kleinen Schar gingen ihren eigenen Vergnügungen nach. Doch diese Idylle wurde jäh unterbrochen, als ein Waschbär, bekannt unter dem Namen Hase, die Gaststube betrat und unsere Aufmerksamkeit auf sich zog. Er hatte dieses Mal zwar keinen konkreten Auftrag für uns, doch lockte er uns mit der Aussicht auf Krimskrams, wenn wir uns nach Wolldorf begeben würden, um einem Vorschlag seines Freundes Saytan Wollsammler Gehör zu schenken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Frage, wie wir nach Wolldorf gelangen sollten, war nun von Bedeutung, da dieses Dorf immerhin zwei Tagesmärsche von Havena entfernt lag. Ich persönlich fand den Vorschlag von Herrn Hase, mit einem Menschenkarren zu reisen, äußerst ansprechend und schlug vor, die Menschen abzulenken, damit wir uns unbemerkt auf den Karren schleichen konnten. Meine Strategie war simpel: Ich hätte mich entblößt, mich auf den Rücken geworfen und herzzerreißend miaut – eine Taktik, die stets ihre Wirkung zeigt. Doch aus Gründen, die mir schleierhaft blieben, entschied sich die Gruppe für den Fußmarsch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So begaben wir uns also zu Fuß auf den Weg und machten, zu meiner Überraschung, gute Fortschritte. Am nächsten Morgen, als wir uns am Ufer eines Flüsschens niederließen, um uns ein wenig zu erholen und ein leichtes Mahl zu uns zu nehmen, musste ich, da ich zugegebenermaßen eher ein Mann des brillanten Geistes als der mondänen Verwaltungstätigkeit bin, gestehen, dass ich es versäumt hatte, Proviant einzupacken. Doch ich war zuversichtlich, dass ich als gewandter und geschickter Kater diese Herausforderung meistern würde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ravenna und ich vernahmen bald die Rufe junger Vögel aus einem nahegelegenen Nest. Wir beschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen und kletterten auf einen der umstehenden Bäume. Dort fanden wir jedoch nur ein Nest riesiger Stechmücken vor, und wenn ich von &amp;ldquo;riesig&amp;rdquo; spreche, meine ich, dass diese Kreaturen mindestens so groß wie unser pummeliger Gefährte Ruben waren. Ohne Worte waren wir uns einig, dass wir auf eine nähere Bekanntschaft mit diesen Ungeheuern verzichten wollten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unterdessen kletterte der gute Jack auf einen anderen Baum und kehrte von dort, nach viel Gekrächze und Geschrei, in einem bedauernswerten Zustand zurück. Er war offensichtlich auf einen Schwarm brütender Krähen gestoßen, die ihn übel zugerichtet hatten. Ich hatte Jack schon in manch rauer Situation erlebt, doch so mitgenommen hatte ich ihn noch nie gesehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da wir immer noch nichts Essbares gefunden hatten, kletterten wir alle auf den letzten verbleibenden Baum – alle außer Jack, der dazu nicht mehr in der Lage war. Ein Umstand, der sich rückblickend als Glücksfall erwies. In der Baumkrone entdeckten wir eine Spinne von beinahe zwei Metern Durchmesser. Der Anblick ließ mir das Blut in den Adern gefrieren. Zunächst dachte ich, Ravenna sei in ihrer Fassung geblieben und bewegte sich nicht, um das Ungetüm nicht zu provozieren. Doch als die Spinne näherkam und ich sie am Ärmel zupfte, wurde mir klar, dass es mit ihrer Coolness nicht weit her war. Leider war es zu spät, und die Spinne griff an. In einem Akt überlegenen Geistes und Mutes stellte ich mich dem Angriff entgegen, um Ravenna zu schützen, zahlte jedoch einen hohen Preis dafür, als das Monster mich schwer verwundete. Doch es war es wert, denn der pummelige Müllwühler Ruben bewies ein Mindestmaß an Geistesgegenwart und stieß Ravenna vom Baum, um sie aus der Gefahrenzone zu bringen. Nachdem diese brenzlige Situation etwas entschärft war, zogen wir uns geordnet zurück, wobei Inigo unseren Rückzug bis zum Schluss deckte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wieder auf festem Boden und nach einigen tiefen Atemzügen analysierte ich unsere Lage. Ravenna schien bei ihrer unsanften Landung einige Beulen und Schwellungen davongetragen zu haben, was sie besonders kampflustig machte. Ruben und Inigo hatten sich sichtlich verausgabt, ich war schwer verletzt, und Jack sah nicht nur miserabel aus, sondern war auch noch schlimmer verletzt als ich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da wir jedoch immer noch nichts erjagt hatten, suchten wir erneut am Boden nach Nahrung und es gelang uns schließlich, einen Fasan zu erlegen. Nach einem kräftigen Mahl und einer erholsamen Nacht fühlte ich mich deutlich besser, obwohl Jack immer noch elend aussah. Dennoch setzten wir unseren Weg nach Wolldorf fort.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kurz bevor wir das Dorf erreichten, begegneten wir einem Kater namens Joka Schlaufuß, der auf einem Stein saß. In der ihr eigenen Art, sich den minimalen Umgangsformen zivilisierter Katzen zu approximieren, begann Ravenna, als Dame von Stand, ein Gespräch mit ihm, welches bereits nach den ersten Worten in einen Zwist abzugleiten drohte. Meine Wenigkeit, selbst höchstens ein bescheidener Kater von Bildungsstand, gelang es, die Situation zu retten und einige Tipps für eine mögliche Unterkunft in Wolldorf zu erfragen. Der freundliche Kater empfahl uns die Milchschenke im Hackerhaus als durchaus adäquate Unterkunft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit Einbruch der Dämmerung erreichten wir Wolldorf. Die Straßen waren fast menschenleer, und die ersten Katzen streiften aufrecht durch die Gassen. Durch freundliches Nachfragen erfuhren wir, dass wir Saytan in der Milchschenke finden könnten, die uns auch als mögliche Unterkunft genannt worden war. So begaben wir uns ohne Umschweife dorthin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Taverne angekommen, verteilten wir uns. Ich setzte mich an die Theke, bestellte eine köstliche Sahne und eine exzellente Schale Gärfisch, eine besondere Delikatesse, bei der charmanten Wirtin Lysa Taubenfeder. Nachdem ich mir auch eine angenehme Unterkunft mit einer gemütlichen Kiste gesichert hatte, wollte ich die Gelegenheit nutzen, um einige Momente der Ruhe zu genießen. Doch Ravenna hatte andere Pläne für das, was mein Moment der inneren Einkehr hätte sein sollen. Die Dame von Stand bestellte sich ein Wasser und einen Schlafplatz auf dem kalten Boden im Lager der Milchschenke. Ich hoffte, dies tat sie nur, weil sie erfahren hatte, dass sich der gesuchte Saytan dort aufhielt. Nichtsdestotrotz ließ sie es sich nicht nehmen, diesen sofort zu wecken, und so bewunderte ich für eine Weile die Art von Einsatzbereitschaft, die sie an den Tag legte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem Saytan vollends zu sich gekommen war – er schien kein Frühaufsteher zu sein –, versammelten wir uns alle an einem großen Tisch in der Taverne. Der etwas exzentrische Freund von Hase erzählte uns von einem alten Drachentempel in den Bergen nördlich des Dorfes und von einer Inschrift am Tor, die bisher niemand entziffern konnte. Doch ich hatte es noch nicht versucht. Wir beschlossen, keine Zeit zu verlieren und uns das Tor genauer anzusehen. Wie ich bereits vermutet hatte, war es mir ein Leichtes, die Inschrift zu entziffern: „Der Schlüssel zum Tor verbirgt sich im Wissen der Stadt.“ Dieser Hinweis führte uns umgehend zurück nach Wolldorf. Dort fiel Jack auf, dass die Statue in der Mitte des Dorfplatzes ein Buch in der Hand hielt, und wir untersuchten diese Statue genauer. Ravenna entdeckte an jedem der fünf Ecken des Sockels murmelgroße Öffnungen und machte uns darauf aufmerksam. Saytan erzählte uns daraufhin eine Geschichte des Dorfes, von fünf Murmeln, die den Menschen von einer Katze gestohlen wurden, und von einem Streit. Er vermutete, dass die Murmeln nun im Besitz verschiedener Katzen und vielleicht sogar erwachter Hunde seien. Mich amüsierte es sehr, dass er unbewusst zugab, dass die Katzen dieses Dorfes nicht mehr alle Murmeln beisammenhatten.&lt;/p&gt;
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    </item>
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      <title>Die Federn der Diva Dämmerglanz</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-11-23-die_federn_diva_daemmerglanz/</link>
      <pubDate>Wed, 22 Nov 2023 17:30:33 +0100</pubDate>
      <author>hnsstrk</author>
      <guid>https://www.online-resources.de/posts/2023-11-23-die_federn_diva_daemmerglanz/</guid>
      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-3---aus-den-erzaehlungen-von-benjamin-buechernase&#34;&gt;DSK Session 3 - Aus den Erzaehlungen von Benjamin Buechernase&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;In Goldi&amp;rsquo;s Taverne begannen die Geschehnisse sich in einer Weise zu entfalten, die mich erneut in den Mittelpunkt des Geschehens rückte. Der Abend begann, wie so oft, mit dem üblichen Gezänk und Geraune, das unsere Gruppe umgab. Ravenna und Inigo Montoya stritten sich hitzig über einige Statuetten, ein typisches Beispiel für die kleinen Streitereien, die unsere Tage füllten. Ravenna hatte diese Statuetten entwendet und sie Goldi zur Aufbewahrung gegeben, eine kluge Entscheidung, da Goldi sie sicher im Lager verwahrte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Während Ravenna von unserem letzten Abenteuer erzählte und dabei hauptsächlich über Ruben, Jack und Inigo schimpfte, brachte Ruben, unterstützt von Inigo, die Geschichte auf den Punkt. Es ging um das Mondlichtviertel, weiße Pfauenfedern und die Diva Dämmerglanz, eine Katze von herausragender Eleganz und Schönheit, die seltene Federn sammelte. Unsere Aufgabe war es, ihren Schatz als Strafe für irgendein vergangenes Fehlverhalten zu zerstören. Um diesen Schatz zu finden, sollten wir eine besondere Feder mit einem Duftstoff markieren, welche dann einer der unseren als Geschenk für einen Abend mit der Diva anbieten sollte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem Ravenna und ich übereingekommen waren, dass Jack der geeignete Lockvogel für die Diva war - immerhin kannte ich ihn noch nicht so gut und er schien mir daher durchaus verzichtbar - begaben wir uns zum Hort des Mondlichts. Jacks Versuch, der Diva die Feder zu überreichen, die er erst kurz zuvor in einem Likör getränkt hatte, scheiterte kläglich, da sie ihrer Meinung nach nach Alkohol und Tod roch. Dies war ein Zeichen dafür, dass wir einen besseren Plan und ein ansprechenderes Geschenk benötigten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um die Aufmerksamkeit aller Anwesenden von sich ablenken, damit sie sich unbemerkt die Taschen vollstopfen kann, nutzte sie eine geschickte Strategie: Sie behauptete lautstark, dass Jack Essen verteile und Ruben Likör ausschenke. Diese Behauptung sorgte dafür, dass Jack und Ruben schnell im Mittelpunkt des Interesses aller Anwesenden standen. Während Jack tatsächlich begann, Essen zu verteilen, zeigte sich Ruben scheinbar zurückhaltend mit seinem Likör. Als ein Gast sich nun lautstark bei Ravenna über den fehlenden Likör beschwerte, erkannte Inigo seine Chance, und bediente sich an einigen Lederbändchen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich untersuchte ebenfalls einige Lederschnüre, doch ihre Qualität ließ zu wünschen übrig. Auch wenn ich als gestandener Kater durchaus der Meinung bin, dass alles, was nicht gut genug versteckt, beschützt oder verteidigt ist, schleunigst den Besitzer wechseln sollte, muss ich sagen, dass ich sicherlich nicht damit beginnen werde, wertlosen Tand in meine Taschen zu stopfen. Daher beschloss ich, dass ich mein Glück lieber mit Büchern versuchen wollte. Da ich im Erdgeschoss keine entdecken konnte, beschloss ich, das Obergeschoss zu erkunden. Dort traf ich auf Katzen, die den Mond und den Sternenhimmel betrachteten, aber leider keine Ahnung von Büchern hatten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In einem anderen Zimmer entdeckte Ravenna, die mir mit den anderen gefolgt war, Karten und forderte einen der anwesenden Kater zu einem Spiel heraus, bevor sie sich diskret zurückzog und mich in die Lage versetzte, das Spiel zu übernehmen. Ich nutzte diese Chance und führte ein aufschlussreiches Gespräch mit dem Kater, indem ich über das Wetter, die Anzahl der Gäste und die Diva sprach. Er war verzückt von ihrer Hochnäsigkeit und Schönheit, und ich erfuhr, dass sie einmal ein Goldkettchen im Tausch gegen eine Nacht angenommen hatte. Diese Information teilte ich später mit den anderen, die verzweifelt nach alternativen Geschenkideen suchten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir erkundeten gemeinsam den Rest des Obergeschosses und gelangten schließlich von der Veranda auf das Dach. Auch dort schauten sich Katzen den Himmel und den Mond an. In der südlichen Ecke trafen wir auf einen Kater mit dem Schleifchen des Mondlichtrudels, der einen Bogen bei sich trug. Ich begrüßte ihn freundlich und begann ein Gespräch. Der Kater des Mondlichtrudels hielt nach eigener Auskunft angeblich Wache, um zu verhindern, dass Katzen Streit anfingen und vom Dach fallen könnten. Auf die Frage, ob dann nicht ein Knüppel eine bessere Waffe wäre, wurde er sehr nervös und wütend. Währenddessen fing Jack - aus Gründen, die niemandem verständlich waren - eine Taube, die dieses Manöver leider nicht überlebte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unsere Suche nach dem Federschatz führte uns weiter über eine Planke auf ein anderes Dach, wo wir auf eine weitere Wache des Mondlichtrudels trafen. Dieser robuste Kater blockierte den Weg von Jack, der es wagte wollte, in ein Loch im Dach zu klettern. Hier war es an mir, mein ganzes Geschick einzusetzen, um die Wache abzulenken. Eine Herausforderung, wahrlich, aber ich bin selbstverständlich stets bereit, mich solchen Schwierigkeiten zu stellen. Mit meiner gewohnten Eloquenz und Finesse versuchte ich, die Wache von ihrer Aufgabe abzubringen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Währenddessen zogen Ravenna und Inigo sich zurück, um sich zu beraten und möglicherweise neue Informationen von den anderen Gästen zu erlangen, die auf dem Dach lagen und in den Himmel starrten. Sie kamen so zu der Erkenntnis, dass die Cousine der Diva, die oft auf der Couch im Erdgeschoss saß, möglicherweise etwas über den Schatz wissen könnte. Jack, der nun scheinbar von seiner Mission, ins Loch zu klettern, abgekommen war, dafür aber offensichtlich immer bereit ist, mit jedem zu sprechen, der ihm über den Weg läuft, führte nun eine Unterhaltung mit einer anderen Katzendame. Diese sprach ebenfalls von der Cousine der Diva.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So beschlossen wir, uns wieder ins Erdgeschoss zu begeben, da unsere Suche dort erfolgversprechender zu sein schien. In den geschäftigen Hallen des Mondlichtrudels trafen wir auf Sunny Sonnenglanz, die Cousine der Diva, deren Anblick wahrlich eine Freude für das Auge war. Sunny, ein Bild von Anmut und Eleganz, strahlte eine überwältigende Schönheit aus, die zwar nicht ganz mit der erhabenen Pracht der Diva mithalten konnte, aber dennoch jeden Betrachter in ihren Bann zog. Ihr Fell glänzte wie flüssiges Gold im warmen Schein des Kerzenlichts, und ihre Augen funkelten wie die hellsten Sterne am nächtlichen Himmel. Mit charmantem Lächeln und sanfter Stimme schmeichelte ich ihr, um ihr Vertrauen zu gewinnen. Während unseres Gesprächs offenbarte sie ihre &amp;ldquo;familiären&amp;rdquo; Probleme, die sie mit der Hochnäsigkeit ihrer Cousine, der Diva, hatte. Sie schlug vor, der Diva den Schatz zu stehlen und verwies auf einen Kater, den sie als &amp;ldquo;dämlichen Tauscher&amp;rdquo; bezeichnete, der im Haus nebenan zu finden sei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach unserem Aufbruch und lediglich kurzzeitig irritiert durch Jacks ungestümen Ausbruch und seine kläglichen Versuchen, Ravenna zu provozieren, ergriff ich, Benjamin Büchernase, das Wort, um zu verkünden, dass unser nächstes Ziel das benachbarte Gebäude sei, um jenen so genannten &amp;ldquo;dämlichen Tauscher&amp;rdquo; aufzuspüren. Doch zuerst wollten wir die nähere Umgebung ein wenig genauer erkunden. Inigo und ich fingen hierbei eine Eidechse und eine Kröte – eine kleine, aber feine Demonstration unserer Fähigkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Links neben dem Haus entdeckten wir einen Kater vom Mondlichtrudel, der anscheinend mit Angeln beschäftigt war, uns aber bemerkte und sich nach unserem Anliegen erkundigte. Ravenna erzählte eine Fabel über unser angebliches Interesse am Angeln, aber ich klärte die Situation auf und berichtete, dass wir den Tauscher suchten. Der Kater erklärte uns den Weg und wies uns an, leise zu sein, da andere Mitglieder seines Rudels leicht gestört werden könnten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beim genaueren Erkunden des Gebäudes stellten wir fest, dass es früher zur Reparatur von Booten diente. Schlafplätze von Katzen und eine nach oben führende Leiter waren ebenso zu sehen, ebenso wie einige geschlossene Türen. Ich schlug vor, die Türen nicht zu öffnen, um niemanden zu stören, ein Vorschlag, der von Weitsicht und Klugheit zeugt – Eigenschaften, die ich, Benjamin Büchernase, in reichem Maße besitze.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In den oberen Gemächern des Hauses trafen wir auf einen Kater, der uns zur Rede stellte und Auskunft über unser Eindringen forderte. Jack, stets schnell mit einer Antwort, erklärte ihm, dass wir auf der Suche nach dem Tauscher seien. Der Weg zum Tauscher führte uns in einen Bereich des Gebäudes mit Blick auf das schimmernde Wasser. Jack versuchte, dem Tauscher allerlei Krimskrams anzubieten, doch dieser zeigte nur Interesse an dessen Tabak, welchen er natürlich nicht in ausreichender Menge dabei hatte. Ravenna, mit ihrer typischen List, versuchte sich beim Tauscher einzuschmeicheln, um mehr über den Federschatz zu erfahren. Der Tauscher entgegnete jedoch, dass außer der Katze mit der Augenklappe niemand wüsste, wo sich der Schatz befand. Trotz meiner vorsichtigen Hinweise, dass wir bereits eine Spur hatten, ignorierte Ravenna meine Ratschläge und setzte ihre fruchtlosen Handelsversuche fort.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Lage spitzte sich zu, als der Tauscher über die unzureichenden Angebote verärgert drohte, uns hinauszuwerfen. Ravenna, offensichtlich verlegen, begann, an Ruben herumzufummeln, was dieser jedoch nicht zu schätzen wusste. Sie bot dem Tauscher glänzende Steine an, in der Hoffnung, doch noch einen Handel abschließen zu können. Währenddessen suchte ich nach dem Kater mit der Augenklappe, konnte ihn aber nirgendwo entdecken. Da mir klar wurde, dass unsere Suche hier fruchtlos bleiben würde, bereitete ich mich innerlich darauf vor, diesen Ort zu verlassen. Letztendlich war es Inigo, der die Situation entschärfte, indem er dem Tauscher die Eidechse anbot, die er vor dem Haus gefangen hatte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Situation eskalierte, als wir um den Kater mit der Augenklappe zu finden der Idee von Jack folgten und die verschlossenen Türen im Erdgeschoss öffneten. Wir wurden angegriffen, und es kam zu einem erbitterten Kampf. Nachdem wir uns mutig und mit großer Geschicklichkeit durch die Reihen der Feinde gekämpft hatten, standen wir vor dem Kater mit der Augenklappe, der letzte Schlüssel zu unserem Rätsel um den Federschatz. Dieser Tunichtgut gab vor, nichts über den Schatz zu wissen, behauptete, er sei gut bewacht und beobachtet. Es war mir sofort klar, dass dies ein Hinweis auf die Wachen mit den Bögen auf dem Dach sein musste, vielleicht auch auf den Kater, der am Angeln war. Ich teilte diese wertvolle Einsicht umgehend meinen Gefährten mit. Inigo, in einem Anfall von ungestümer Wildheit, machte kurzen Prozess mit dem einäugigen Schurken. Jack, der bisher nicht für seine Geistesblitze bekannt war, hatte in dieser Situation tatsächlich einen lichten Moment. Er erinnerte sich daran, dass der Tauscher als Letzter noch am Leben war, was für uns ein großes Risiko bedeutet, da dieser das Mondlichtrudel alarmieren konnte. Er und Inigo kümmerten sich darum, während Ruben die Leichen unserer Gegner plünderte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch wenn nun alle Gegner besiegt waren galt es noch immer in der Umgebung des Hauses den Federschatz der Diva Dämmerglanz zu finden. Da Ravenna und ich schwer verletzt waren, riskierten wir, zu viel Aufmerksamkeit zu erregen. Also mussten die anderen vorgehen und Inigo hatte einen passenden Plan: Er und Jack wollten die Wachen vom Dach stoßen, während Ravenna den Angler mit dem Bogen ausschaltete. Wie durch ein Wunder glückte dies auch, wenn man davon absieht, dass Ruben dem Angler den Rest geben musste, da Ravennas Pfeil den diesen nur verwundete.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schließlich fanden wir auch den Federschatz auf einem zerstörten Boot auf dem Wasser. Ich, in meiner Weitsicht, schlug vor, den Schatz zu vernichten und auf keinen Fall etwas davon mitzunehmen. Die meisten meiner Gefährten stimmten mir zu und wir zündeten das Boot mitsamt den Federn an, ein Feuerspiel, das die Botschaft unseres Auftraggebers klar und deutlich an die Diva sendete. Wir beobachteten noch, wie die Flammen den Schatz verzehrten, und verschwanden dann in der Dunkelheit der Nacht.&lt;/p&gt;
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      <title>Die Rettung von Goldi&#39;s Taverne</title>
      <link>https://www.online-resources.de/posts/2023-10-30-die-rettung-von-goldis-taverne/</link>
      <pubDate>Mon, 30 Oct 2023 21:24:52 +0100</pubDate>
      <author>hnsstrk</author>
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      <description>&lt;h2 id=&#34;dsk-session-2---aus-den-erzaehlungen-von-benjamin-buechernase&#34;&gt;DSK Session 2 - Aus den Erzaehlungen von Benjamin Buechernase&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich wollte ich an diesem Abend nur in aller Ruhe eine Mäusemilch trinken und mein Buch weiterlesen. Aber in Goldis Taverne, einem eigentlich recht angenehmen Ort, herrschte eine gewisse Unruhe. An einem Tisch in der Mitte der Taverne spielten drei Kater ein Kartenspiel, welches mir unbekannt war. Allerdings schienen dabei gewisse lautstarke Äußerungen unabdingbar zu sein. Eine furchtbare Sache und für sich allein schon kaum zu ertragen, wenn man einen ruhigen Abend verbringen möchte. Weiter hinten in der Taverne saß ein kleiner, dicklicher und schmuddeliger Kater, der an sich nur ein Müllwühler sein konnte. Dieser schaufelte unablässig irgendein Zeug in sich hinein. Am Tresen stand ein abgehalfterter Rattenjäger, der die Wirtin allem Anschein nach schon etwas näher kannte, aber noch nicht so nahe, wie er es dem Anschein nach gerne hätte. Abgerundet wurde diese illustre Gesellschaft von einer derart eingebildeten Dachtänzerin, die so sehr mit allen anlegen wollte, dass ich davon ausgehe, dass sie gerade läufig ist. Nein, diese Gesellschaft ist nichts für einen gebildeten Kater wie mich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Noch viel Schlimmer wurde da Ganze, als Goldi, die Besitzerin und Wirtin besagter Taverne nach einer Weile nicht mehr aus der Küche kam und ihr Kunden allem Anschein nach vernachlässigt. Gerade zu dem Zeitpunkt, an dem ich über eine weitere Mäusemilch nachdachte, vernahm ich so etwas wie einen Schrei. Der abgehalfterte Rattenjäger stürmte sofort los und rannte, vermutlich um die Wirtin in irgendeiner Form zu beeindrucken los, in die Küche des Etablissements. Als dieser Rüpel nicht mehr auftauchte entschloss ich mich, selbst nach dem Rechten zu sehen. Ich wollte schließlich auch noch den Wunsch nach einer weiteren Mäusemilch gegenüber der Wirtin zum Ausdruck bringen. Ein Umstand der die Anwesenheit ebendieser erfordert. Scheinbar hatten auch die schlecht gelaunte Dachtänzerin und der Müllwühler einen ähnlichen Gedanken und so fanden wir uns alle gemeinsam in der Küche ein. Von der Wirtin und ihrem abgehalfterten Freier fanden wir jedoch keine Spur. Allerdings stand die Tür zum Garten weit offen. Da ich nicht daran glauben wollte, dass dich für der Rüpel die Hoffnung auf ein Schäferstündchen erfüllt hat, beschloss ich, sicherheitshalber der Sache auf den Grund zu gehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Scheinbar war ich nicht der Einzige mit diesem Gedanken, denn auch die anderen fanden ich im Garten, oder besser der Stallungen hinter dem Garten ein. Dort sahen wir, wie ein Rudel Ratten versuchte, die Eier von Goldi&amp;rsquo;s Hühnern zu erbeuten und wie der Rattenjäger scheinbar völlig mit seinem Job überfordert war. Meiner elaborierten Einschätzung nach fuchtelte er nur ungestüm mit seinem Schwert herum. Da dies, aus meiner Sicht, auf keinen Fall zum Erfolg führen konnte, beschloss ich beherzt einzugreifen und den Ratten mit einem Stab zu Leibe zu rücken. Nicht ohne Stolz, kann ich vermerken, dass ich hierbei sehr erfolgreich war. Auch die anderem gingen mehr oder weniger erfolgreich vor. Dennoch, die Wirtin wurde bei dem heftigen Scharmützel verletzt. Ein Umstand, der sie die nächsten Tage und Wochen an der Ausübung des kulinarischen Anteils ihrer Profession hindern würde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zurück in der Taverne und nachdem alle Wunden versorgt waren, kamen wir zu einer kurzen Beratung zusammen. Damit die Dame ihr Etablissement erhalten konnte, war es nötig, dass ihren Kunden irgendeine Art von Gericht anbieten konnte. Hier bot sich vor allem eine einfache aber beliebte Delikatesse aus geräuchertem Aal. Dieser stünde auch am alten Hafen zum Verkauf. Da die liebe Goldi, sicherlich aus gutem Grund, dem Rattenfänge, Inigo war sein Name, die Mondglöckchen auf keinen Fall anvertrauen wollte, nahm ich diese an mich. Ich muss erwähnen, dass ich seit diesem Zeitpunkt stets den gierigen Blick von Ravenna, der Dachtänzerin auf mir ruhen spürte. Lediglich der moppelige Ruben schien kein Interesse am Geld zu haben, aber der fand sein Glück ja auch in Mülltonnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am nächsten Abend trafen wir uns beim Aal-Haus am Hafen. Der unglaublich verführerische Geruch nach Fisch und anderen Leckereien umschmeichelte meine Nase. Gemeinsam beschlossen wir, die unverhohlene Einladung, die das Gebäude der Zweibeiner aussprach anzunehmen und es zu erkunden. Die anderen schlichen zuerst hinein. Ich hingegen entledigte mich meiner durchaus stilvollen Kleidung, um gegebenenfalls für eine Ablenkung sorgen zu können und folgte den anderen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Gebäude war ein Zweibeinerin mit dem Zerlegen von Fischen beschäftigt. Ich setzt mein bestes Hauskatzengesicht auf marschierte auf sie zu, maunzte so lieb ich konnte und drehte mich auf den Rücken. Dier Trick funktioniert immer bei den Menschen. Bislang habe ich damit auch immer alles bekommen, was ich mir ersehnte. Dieses Mal ging es aus irgendeinem Grund schief. Vermutlich war es die Anwesenheit der anderen, die die Frau davon abhielt mir zu Willen zu sein, daher verjagte sie uns mit einem Besen. Eine Schmach, die ich den anderen wohl noch etwas nachtragen werde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwar gelang allen, dank meiner geschickten Ablenkungsmanöver, die Flucht aber bei der Rückkehr mussten wir feststellen, dass die Mondglöckchen von Goldi fehlten. Da dieser Inigo zuerst aus dem Haus gerannt ist und schon von Anfang an nur auf das Geld scharf war habe ich ihn im Verdacht, dass er sich an meinem Eigentum vergangen und die Mondglöckchen genommen hat. Er wollte auch nicht, dass wir danach suchen. Ein Umstand der ihn nur noch verdächtiger machte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ohne ein substanzielles Vermögen und vertrieben aus dem Aal-Haus blieb uns nichts anders übrig, die Bootshäuer der Hafengegend nach unserem neuen Reichtum an fischigen Gütern zu durchsuchen, um der armen Goldi doch noch zu Diensten zu sein. Hierbei waren vor allem meine scharfen Sinne von Nutzen. Ich konnte und möchte dabei keineswegs angeben, den Aal sehr genau in einem der Bootshäuser ausmachen. Leider wurde dieser von einem Straßenköter bewacht. Es gelang uns jedoch, diesen mit einigen gezielten Schlägen außer Gefecht zu setzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Beute, war den Aufwand wert. Zwei geräucherte Aale, einen Schwertfisch und einen Oktopus konnten wir erbeuten. Es bedurfte zwar einiger Mühe, aber es gelang, all das zu verletzten Wirtin zu schleppen, welche man durchaus als hellauf begeistert bezeichnen konnte. Immerhin konnte sie ihre Gäste nun für die nächsten Tage versorgen.&lt;/p&gt;
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